Verletzte Zweijährige
Flaschenwerfer steht vor Gericht

Kamen -

Nach dem Wurf einer Whiskey-Flasche vor einem Jahr steht an diesem Dienstag ein 32-jähriger Mann aus Moers vor dem Amtsgericht in Kamen. Ihm wird vorgeworfen, die Flasche in Kamen aus einem fahrenden Sambazug geworfen zu haben. Dabei hat er ein zweijähriges Mädchen schwer am Kopf verletzt. Der Direktor des Amtsgerichts, Martin Vervoort, hält es für möglich, dass das Urteil noch am gleichen Tag fällt. Das erklärte er gegenüber unserer Zeitung.

Dienstag, 24.11.2020, 08:30 Uhr
Verletzte Zweijährige: Flaschenwerfer steht vor Gericht
Foto: Günter Benning (Archiv-Foto)

Das kleine Mädchen war von der Flasche getroffen worden , als sein Vater mit dem Kleinkind auf dem Arm die Treppen zum Bahnsteig hinaufging. Rettungskräfte brachten es ins Krankenhaus. Das Kleinkind war nach einer OP außer Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Flasche nicht gezielt auf einen Menschen geworfen wurde. „Wir haben keinen Anhaltspunkt für ein gezieltes Werfen“, erläuterte Henner Kruse , der Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, nach der Tat. Der Angeklagte muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Gericht verantworten.

Wir haben keinen Anhaltspunkt für ein gezieltes Werfen.

Henner Kruse, der Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, nach der Tat

Der Partyzug war nach dem Wurf zunächst weitergefahren und wurde später in Greven gestoppt. Dort rückte die Bundespolizei mit einem Großaufgebot mit Beamten aus dem Münsterland, dem Ruhrgebiet und dem Rheinland an. Dutzende Polizisten nahmen die Personalien der Reisenden des Partyzuges auf.

Nach Flaschenwurf: Polizei ermittelt am Bahnhof in Greven

Angeklagter gab sich zu erkennen

Der Zug war in Köln gestartet und fuhr nach Norddeich Mole. Der Angeklagte gab sich den Behörden nach seinem Aufenthalt an der Nordsee zu erkennen. Zuvor hatte die Polizei Dortmund begonnen, die 500 Fahrgäste an Bord zu befragt, um den Täter ausfindig machen zu können. In dem Zug waren nach Angaben des Veran­stalters verschiedene Gruppen. Zwar werden in solchen Zügen Getränke in weichen Pfandbechern ausgegeben. Grundsätzlich ist das Mitbringen von Getränken und Speisen aber nicht untersagt. „Ein Recht zur Taschen­­­kon­trolle haben wir als Reiseveranstalter nicht“, sagte ein Sprecher von Müller-Reisen nach dem Flaschenwurf. Einige Fenster könnten während der Fahrt geöffnet werden.

Ferienzug wird von der Polizei inspiziert

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  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
  • Nach einem Unfall in Kamen wird ein Ferienzug von Müller Reisen auf dem Bahnhof in Greven von über 100 Polizisten untersucht.

    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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    Foto: Günter Benning
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