Mobile Raumlüfter bestellt
Nur Ergänzung, nicht Ersatz

Ahlen -

16 mobile Luftfiltergeräte hat die Stadt Ahlen bestellt. Finanziert werden sie mit Unterstützung des Heimatministeriums. [Mit Video]

Dienstag, 24.11.2020, 20:00 Uhr
Mobile Luftfiltergeräte sollen zukünftig in Ahlener Schulen in Einsatz kommen.
Mobile Luftfiltergeräte sollen zukünftig in Ahlener Schulen in Einsatz kommen. Foto: Ulrich Gösmann

Mit ihrem Antrag hatten die Grünen die Nase vorn. Mit Datum vom 30. August beantragte Petra Pähler-Paul zusätzliche Raumlüfter für den Betrieb in Kitas, Schulen, Sitzungs- und Kursräumen anzuschaffen. Der an den Rat gerichtete Antrag wurde in der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl an den zuständigen Schul- und Kulturausschuss weiter verwiesen und schaffte es erst in der Sitzung des neu zusammengesetzten Gremiums am Montag auf die Tagesordnung. Der intendierte Zeitplan war dadurch allerdings Makulatur.

ZGM-Mitarbeiter Dennis Hadrika berichtete, dass 16 solcher mobiler Luftfiltergeräte bereits bestellt seien, auf 40 werde derzeit der Gesamtbedarf geschätzt. Dazu habe die Verwaltung eine Bedarfsanalyse in enger Abstimmung mit den Schulen durchgeführt, sagte Schulfachbereichsleiter Christoph Wessels auf Nachfrage. Finanziert werden die Raumlüfter mit Unterstützung eines entsprechenden Landesprogramms des Heimatministeriums.

Finanziert mit Landesprogramm

Das Sonderprogramm des Landes sieht vor, dass für Räume, die nicht durch ausreichend gezieltes Fensteröffnen oder raumlufttechnisch gelüftet werden können, der Erwerb mobiler Luftreinigungsgeräte finanziell unterstützt wird. Dabei ist die Höchstförderung auf 4000 Euro pro Gerät begrenzt.

Mit dem Programm schließt das Land eine Lücke zum Bundesförderprogramm. Zuwendungsfähig sind nach der Veröffentlichung des Ministeriums auch einfache bauliche Instandsetzungs- oder Umrüstungsmaßnahmen an Fensteranlagen. Wessels wies darauf hin, dass es sich bei den mobilen Luftfiltergeräten nur um ergänzende Anlagen handele, nicht um einen Ersatz.

Video in Kooperation mit dem WDR:

Mit der Anschaffung solle auch über die spätere Verwendung der Geräte nach der Pandemie nachgedacht werden, wurde angemahnt.

Insgesamt seien bei einer ersten Inventur nur bei drei Schulen Mängel bei der Fensterbelüftung benannt worden. Bei näherer Überprüfung seien davon unter dem Strich noch 1,5 Schulen übrig geblieben, erklärte Hadrika abschließend.

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