Schweine im Güllekanal
Tier-Rettung verlangt vollen Einsatz ab

Bösensell -

Insgesamt 32 Wehrleute waren am Dienstagabend auf einem Hof in der Kley im Einsatz, um Mastschweine aus dem Güllekanal zu bergen.

Mittwoch, 13.01.2021, 12:44 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 16:36 Uhr
Fünf Mastschweine retteten Wehrleute auf einem Hof in der Kley aus dem Güllekanal.
Fünf Mastschweine retteten Wehrleute auf einem Hof in der Kley aus dem Güllekanal. Foto: Löschzug Bösensell

Zu einer technischen Hilfeleistung, die den Kameraden einiges abverlangte, rückten insgesamt 32 Wehrleute aus Bösensell und Senden am Dienstag gegen 20.20 Uhr zu einem Hof in der Kley aus. Dort galt es, fünf Schweine aus dem Güllekanal zu bergen.

Sie waren durch den Betonspaltenboden, von denen einzelne Platten gebrochen waren, in die Gülle gefallen, die etwa einen Meter hoch stand. Für die Bergung mussten sich zwei Wehrleute unter Atemschutz und mit Watstiefeln in die dickflüssigen Hinterlassenschaften der Mastschweine begeben.

Zur Bergung der Schweine waren insgesamt 32 Kräfte im Einsatz.

Zur Bergung der Schweine waren insgesamt 32 Kräfte im Einsatz. Foto: Löschzug Bösensell

Die Rettung gelang, indem Löschschläuche um die Tiere geschlungen wurden und die schlachtreifen Schweine dann von den Kameraden oberhalb des Kanals hochgehievt wurden. Als das effektive Vorgehen klar war, ging die Aktion relativ schnell vonstatten, resümiert Markus Middendorf , Bösenseller Löschzugführer und Leiter des gut eineinhalbstündigen Einsatzes. Der nicht zu den angenehmsten im Spektrum der Wehrleute zählte. Aber: „Wenn man sich einmal überwunden hat, geht´s“, gab Middendorf die Einschätzung der Kameraden wieder, die sich in die untere Etage des Stalls begeben hatten. Was seinem Team zugute komme, so der Löschzugführer weiter, sei, dass manche Kameraden mit oder in der Landwirtschaft groß geworden seien. Berührungsängste für diese Art von technischer Hilfeleistung seien deshalb weniger zu erwarten. Der Hofbesitzer habe sich für die zupackende Hilfe bedankt, seine Schweine blieben wohlauf.

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