Wolfgang Böcker und der Schöppinger Altar
Wimmelbild mit Osterwunder

Sechs Meter Eichenholz voller Geheimnisse: Wolfgang Böcker hat viele von ihnen in den vergangenen Jahrzehnten gelüftet. Denn niemand kennt den mittelalterlichen Schöppinger Altar mit seinen Passionsdarstellungen besser als der emeritierte Pfarrer. Und doch: Alle Fragen sind noch nicht beantwortet. Von Michaela Töns
Samstag, 03.04.2021, 17:09 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 03.04.2021, 17:09 Uhr
Wolfgang Böcker und der Schöppinger Altar: Wimmelbild mit Osterwunder
Die Stationen der Passion in mittelalterlicher Pracht: Um 1455 hat der namenlose Meister den Flügelaltar geschaffen, der allenfalls für Restaurationen oder Ausstellungen seinen Platz verlassen hat. Foto: Gunnar A. Pier
Wolfgang Böcker braucht einen Moment zum Nachdenken. Er lächelt schelmisch, ist kurz sprachlos. Was er den Meister fragen würde, könnte er ihn heute treffen? Sein Blick geht in die Ferne, durch den Chorraum und direkt auf den monumentalen Altar, der seit Lichtmess auf knapp sechs Metern Breite den „Osterfestkreis“ zeigt. „Ich würde ihn fragen, ob er das, was ich im Altarbild an Verkündigungen lese, auch so gemeint hat“, formuliert er vorsichtig. „ Ich habe noch jedes Jahr etwas Neues entdeckt. “ Wolfgang Böcker Dabei weiß er so viel über den Schöppinger Altar in der Pfarrkirche St. Brictius, der zu den bedeutendsten Werken der mittelalterlichen Sakralkunst in Westfalen gehört. Vieles, weil ihn das Werk aus bemaltem Eichenholz seit seiner Erstkommunion begleitet. Anderes, weil sich sein Blick auf das Retabel mit den Jahrzehnten, in denen er zuvor als Pfarrer tätig war, entwickelt hat.
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