Stadtverwaltung kündigt Sprühaktionen an
Mit Nematoden gegen Eichenprozessionsspinner

Lengerich -

Die Zeit, während der Eichenprozessionsspinner dem Menschen erhebliche gesundheitliche Probleme bereiten kann, rückt wieder näher. Die Stadt Lengerich kündigt nun an, bei der Bekämpfung der kleinen Tiere auch auf sogenannte Nematoden zu setzen.

Dienstag, 04.05.2021, 17:21 Uhr aktualisiert: 05.05.2021, 17:16 Uhr
Dem Eichenprozessionsspinner will die Stadt mit Sprühkanonen zu Leibe rücken.
Dem Eichenprozessionsspinner will die Stadt mit Sprühkanonen zu Leibe rücken. Foto: dpa

Wie bereits in den Westfälischen Nachrichten angekündigt, bekämpft die Stadt Lengerich in diesem Jahr die Eichenprozessionsspinner (EPS) nicht nur mechanisch durch Absaugen der Nester, sondern unter anderem auch versuchsweise durch den Einsatz von sogenannten Nematoden. Das sind Fadenwürmer, die die Raupen des Eichenprozessionsspinners als Wirtstier nutzen und ihn dabei töten.

Diese weniger als einen Millimeter kleinen Fadenwürmer werden in kleinen Wölkchen mit einem Wassergemisch bis zu 40 Meter hoch in die Eichen gesprüht. Apfelpektin sorgt dafür, dass die Nematoden auf den Bäumen haften bleiben und so in Kontakt mit dem EPS kommen können. Das Verfahren beziehungsweise das versprühte Gemisch ist nicht gesundheitsschädlich – weder für Haus- oder Nutztiere noch für das Gemüsebeet stellt die flüssige Lösung eine Beeinträchtigung dar. Darauf weist die Verwaltung ausdrücklich hin.

Die nicht ganz leisen Sprühkanonen können bis in die etwas späteren Abendstunden zum Einsatz kommen. Da die Fadenwürmer sehr schnell durch Austrocknung bedroht sind, beginnt der Einsatz durch die Fachfirma immer erst ab Sonnenuntergang. Pro Baum und Größe werden zirka vier Minuten Einsatzzeit gerechnet.

Die beschriebene Methode wird an Schulen mit Eichenbesatz und einem Fahrradweg am Aabach durchgeführt und wurde im Vorfeld den Schulleitungen mitgeteilt.

Voraussichtlicher Beginn der Maßnahme ist, je nach Witterung, Ende dieser bis Anfang der nächsten Woche. Ein zweiter Durchgang wird 14 Tage später erfolgen.

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