Rede der Obermöhnen zum Rathaussturm in Everswinkel
„Ab heute ist das unser Revier“

Rede der Obermöhnen Sandra Jurdeczka und Steffi Vorsthove zur Eroberung des Eveswinkeler Rathauses an Weiberfastnacht.

Freitag, 21.02.2020, 07:45 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 07:50 Uhr
Die Obermöhnen Steffi Vorsthove (l.) und Sandra Jurdeczka forderten den Schlüssel fürs Traumschiff „MS Everswinkel“, um selbst auf große Fahrt zu gehen.
Die Obermöhnen Steffi Vorsthove (l.) und Sandra Jurdeczka forderten den Schlüssel fürs Traumschiff „MS Everswinkel“, um selbst auf große Fahrt zu gehen. Foto: Klaus Meyer

„Es ist wieder soweit,

ab heute beginnt für uns Möhnen die närrische Zeit.

Sebastian wir kommen zu Dir,

denn ab heute ist das unser Revier

Helau!

Jedes Jahr am Altweibertag,

bringen wir Rede und Tanz Euch dar.

Wir hoffen dass jeder von Euch es mag,

nun schauen wir mal was im letzten Jahr so war.

Helau!

Was soll ich sagen, wir waren bei Heinz am Weinstand zugegen,

da hört man ja viele Leute reden.

Zum Beispiel dass wir nach einem Maler demnächst auch einen Schreiber bei uns haben werden.

Für manche ist das der Himmel auf Erden.

Wer vorher nur in Öl fixiert,

sich auf der ein oder anderen Seite wiederfinden wird.

Helau!

Was hatten wir im vergangenen Jahr viele Jubiläen in

unserem schönen Ort,

da schlug die Freiwillige Feuerwehr Alverskirchen mit 100 Jahren den Rekord.

Doch auch die Verbundsschule, das Altenheim und der Spielmannszug Alverskirchen seien hier genannt,

sind sie doch nicht nur durch ihre Jubiläen bei uns allen bekannt.

Helau!

Im letzten Jahr hatten wir auch einen Gewinner,

er kommt aus der Natur und es ist der Eichenprozessionsspinner.

Jeder von uns könnte über ihn seine eigene Geschichte erzählen,

mussten wir uns doch alle quälen.

Was wurde nicht alles dafür getan,

und auch unser Herr Schuhmacher hatte dafür einen Plan.

Er wollte sie direkt im Keim ersticken,

bevor die Härchen an der ganzen Haut zwicken.

Hat er`s geschafft? Man wird es seh‘n,

bevor wir in den Sommer geh‘n.

Helau!

Das Geschäftsleben in unserem Dorf wird leider immer kleiner,

schließt doch tatsächlich zum Herbst hin unser Heiner.

Der Platz an der Theke immer heiß begehrt,

und jeder von ihm einen kecken Spruch bekam beschert.

Heiner du wirst uns fehlen,

ich glaube da spreche ich aus allen Seelen.

Helau!

Wo wir gerade Abschied erwähnen,

auch in der Kirche hat sich was getan.

Im letzten Jahr ging Pfarrer Hagedorn, auch das gab Tränen,

und der neue Pastor erst vor kurzem kam.

Wir wünschen ihm ein gutes Gelingen,

und mögen aus vollen Kirchenbänken die Kehlen singen.

Helau!

Kommen wir nun zu dem Wort überhaupt,

Gemeindeentwicklungs-Konzept – was wurde das

durchgekaut.

Die Frage war, wo wollen wir in zehn Jahren sein,

damit war Sebastian nicht ganz so allein.

Viele Treffen wurden organisiert,

die Ergebnisse dann alle einsortiert,

in sechs verschiedene Themenfelder,

doch es fehlt die Frage, woher nehmen wir die Gelder?

Helau!

Sebastian so wahr wie wir hier stehen,

können wir sagen wo wir uns in zehn Jahren seh‘n.

In unserem schönen Ort, der immer größer wird werden,

denn für uns ist das der schönste Winkel auf Erden.

Hier wird Vereinsleben noch groß geschrieben,

und immer mehr Bürger sind zugestiegen.

In diesem Sinne lassen wir es heute krachen.

Sebastian gib uns nun den Schlüssel und lasst uns gemeinsam singen, tanzen, lachen! Helau!“

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