Bürgermeister Dr. Alexander Berger bewirbt sich um zweite Amtszeit
„Noch lange nicht zufrieden“

Ahlen -

Nicht nur auf die Unterstützung von CDU und FDP kann Bürgermeister Dr. Alexander Berger im Wahlkampf zählen. Auch seine Familie steht hinter ihm und seiner Bewerbung um eine zweite Amtszeit. Für die habe er „noch viel vor“, erklärte Berger bei der Präsentation seines „Matchplans“.

Freitag, 14.08.2020, 23:40 Uhr
Ehefrau Diana und die Söhne Leopold und Amadeus stehen Dr. Alexander Berger zur Seite, der Rest der Familie und die Spitzen von FDP und CDU, die ihn erneut als Bürgermeisterkandidaten nominiert haben, hinter ihm.
Ehefrau Diana und die Söhne Leopold und Amadeus stehen Dr. Alexander Berger zur Seite, der Rest der Familie und die Spitzen von FDP und CDU, die ihn erneut als Bürgermeisterkandidaten nominiert haben, hinter ihm. Foto: Peter Harke

Peter Lehmann und Eric Fellmann scheuten die Anprobe vor Publikum. Leopold und Amadeus aber, die Söhne des Bürgermeisters, hatten keine Hemmungen und streiften sich die neuen, blau-orangefarbenen Trikots vom „Team Berger “ gleich über. Klar doch, dass sie ihren Papa im Wahlkampf un­ter­stützen. Der kann sich darauf verlassen, dass die ganze Familie hinter ihm steht und seiner Bewerbung um eine zweite Amtszeit als Ahlens Stadtoberhaupt. Vater Ludger und Bruder Sebastian haben in den letzten Tagen fleißig beim Plakatieren geholfen. Und Ehefrau Diana hat im Urlaub an der Nordsee an der Formulierung des Wahlprogramms mitgewirkt, das Dr. Alexander Berger nun am Donnerstagabend im Biergarten der „Posthalterey“ zusammen mit den Parteichefs von CDU und FDP , die ihn erneut, wie schon 2015, nominiert haben, vorstellte. Den Titel „Matchplan 2030“ hat der passionierte Tennisspieler ihm gegeben – und es, weil er auch Fußballfan ist, in elf Kapitel gegliedert.

Mein großes Ziel ist es, dass wir Ahlen klimaneutral machen.

Dr. Alexander Berger

An erster Stelle steht für Berger „das zentrale Zukunftsthema“, der Umwelt- und Klimaschutz. „Mein großes Ziel ist es, dass wir Ahlen klimaneutral machen“, erklärte der 50-Jährige. Die Förderung von Elektromobilität und Radverkehr müsse forciert, der ÖPNV für Senioren und Jugendliche attraktiver werden, „damit noch mehr Menschen Bus und Bahn nutzen“. Aber auch den Bau der Osttangente hält der Verwaltungschef in diesem Zusammenhang für ein wichtiges Projekt, das für den Ahlener Südosten eine spürbare Entlastung bei Lärm- und Abgasemissionen bringen werde.

Digitales Schulnetz weiter ausbauen

Wenn Berger sagt, er sei „ein Stück weit stolz“ auf das, was er „gemeinsam mit vielen Ahlenern“ in den zurückliegenden fünf Jahren erreicht habe, aber „noch lange nicht zufrieden“, dann bezieht er das unter anderem auf die Digitalisierung. Das digitale Schulnetz befinde sich im Aufbau, viel schneller als in den meisten anderen Kommunen, doch seine Absicht sei es, alle Schulen anzuschließen und jeden Schüler, jede Schülerin mit einem Endgerät auszustatten. Auch um Behördengänge für die Bürger zu vereinfachen, müssten nach seiner Auffassung die neuen Technologien noch intensiver genutzt werden. Die Corona-Krise habe die bisherigen Defizite, aber auch die Möglichkeiten in diesem Bereich aufgezeigt.

Und noch eins hat Corona aus Bergers Sicht wieder stärker ins Bewusstsein gerückt: „Die Gesundheit ist das Allerwichtigste.“ Die beste Vorsorge sei Bewegung, darum wolle er den Breitensport weiter fördern. Um mehr Trainingsmöglichkeiten zu schaffen, könnte auf dem ehemaligen Fortuna-Gelände im Höve­ner­­ort ein zusätzlicher Kunstrasenplatz angelegt werden.

„Der Bürgercampus ist eine Selbstverständlichkeit.

Dr. Alexander Berger

Der Neubau von Rathaus und Stadthalle wird in Bergers Wahlprogramm nur mit zwei Sätzen erwähnt. Das Projekt „Bürgercampus“ sei für ihn „eine Selbstverständlichkeit“, betonte der Bürgermeister im Pressegespräch und gab sich entschlossen: „Das ziehen wir durch.“ Auch die FDP hält nach den Worten ihres stellvertretenden Vorsitzenden Norbert Fleischer das geplante neue Bürgerforum vor dem Hintergrund des „Saal- und Kneipensterbens“ und der daraus resultierenden „Not der Vereine“, geeignete Räumlichkeiten für ihre Veranstaltungen zu finden, für unverzichtbar. Ganz bewusst, so Dr. Alexander Berger, stehedas Vorhaben unter der Rubrik „Heimat“. „Wir brauchen“, erläuterte er, „Entwicklungsräume für Kunst und Kultur und um Traditionen und Werte zu pflegen.“

Heimat bietet die Wersestadt nach Bergers Worten vielen Menschen un­terschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung und Glaubensrichtung. Sie alle, so sein Wunsch, „sollen zu ihren Wurzeln stehen dürfen, sich aber trotzdem als Ahlener fühlen“. Froh ist der Bürgermeister darüber, dass rechtes Gedankengut in Ahlen keinen Nährboden findet und die AfD am 13. September nicht auf dem Stimmzettel für die Wahl des Stadtrates steht.

Gute Zusammenarbeit mit CDU und FDP

Sein Amt wolle er weiter überparteilich ausüben, versichert Berger. Dabei will er nicht verhehlen, dass er insbesondere mit CDU und FDP sehr gut zusammenarbeite. Was die Partei- und Fraktionsvorsitzenden uneingeschränkt bestätigten. „Wir stimmen in vielen Punkten überein und haben zusammen eine sehr erfolgreiche Wahlperiode gestaltet“, erklärte Peter Lehmann (CDU). Eric Fellmann (FDP) sagte: „Wir ziehen am gleichen Strang.“

Im Wahlkampf will Berger „weniger auf Bier- und Bratwurstformate setzen“ und dafür mehr das persönliche Gespräch mit den Bürgern suchen. Über seine neu gestaltete Homepage könne ihn jeder zu sich einladen. Ansonsten glaubt er: „Der beste Wahlkampf ist, wenn ich weiter meinen Job mache.“ Den er sehr gerne weitere fünf Jahre ausüben wolle. Denn: „Ahlen liegt mir am Herzen. Darum gebe ich mein Bestes.“

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