Kommunalwahl 2020 in NRW
Schon mehr als 54.000 Briefwähler in Münster

Münster -

Am 13. September findet in NRW die Kommunalwahl statt. In Münster sind fast 250.000 Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Zahlreiche Münsteraner haben bereits vorab von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. 

Dienstag, 01.09.2020, 14:15 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 14:33 Uhr
Kommunalwahl 2020 in NRW: Schon mehr als 54.000 Briefwähler in Münster
Die Vorbereitungen für den Kommunalwahltag laufen auf Hochtouren: Die Wahlurnen warten auf ihren Einsatz am 13. September. Foto: Stadt Münster

Der Andrang in den beiden Hauptwahlbüros, die die Stadt im Forum der Volkshochschule im Aegidiimarkt und im ehemaligen Ladenlokal der Parfümerie Pieper an der Klemensstraße eingerichtet hat, ist groß: Über 7700 Wählerinnen und Wähler haben sich bisher für den Gang dorthin entschieden und direkt vor Ort gewählt.

Rund 270 von ihnen nutzten den neuen Service des städtischen Wahlamtes und vereinbarten vorab einen Termin, um längere Wartezeiten zu vermeiden. Die Terminvereinbarungen sind online unter www.stadt-muenster.de/wahlen möglich oder telefonisch unter 02 51/4 92-33 90.

Briefwahl bis zum 11. September beantragen

Insgesamt haben bisher mehr als 54.000 Münsteranerinnen und Münsteraner ihre Briefwahlunterlagen angefordert. Rund 30.000 nutzten hierfür den Service "Wahlschein-Online". "Die Zahl der vom Wahlamt ausgegebenen Wahlscheine sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie viele tatsächlich per Post zurückkommen und dann auch bei der Briefwahl berücksichtigt werden", erläutert Wahlamtsleiter Maik Waldeyer .

Noch bis zum 11. September (Freitag) um 18 Uhr können Briefwahlanträge in den Hauptwahlbüros gestellt werden. Online ist dies wegen der Postlaufzeit nur bis 10. September (Donnerstag) um 16 Uhr möglich.   

2800 Wahlhelfer in Münster

Rund 2800 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sorgen am 13. September dafür, dass die Kommunalwahl sicher und reibungslos über die Bühne geht. Sie prüfen in den 172 Wahllokalen die Wahlberechtigungen, geben die Wahlunterlagen aus, übernehmen nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr die Auszählung der Stimmen und übermitteln die Ergebnisse an das Hauptwahlbüro.

Außerdem helfen sie bei der Auszählung der Briefwahl. Gewählt werden am 13. September der Oberbürgermeister der Stadt Münster, der Rat, die Bezirksvertretungen und der Integrationsrat. Beim Besuch der Wahllokale muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Diese Oberbürgermeister-Kandidaten treten in Münster an

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  • CDU: Markus Lewe

    Steckbrief: Markus Lewe, 55 Jahre alt, Oberbürgermeister der Stadt Münster seit 2009, verheiratet, fünf Kinder, CDU-Mitglied.

    Politisches Lebensmotto: „Es ist besser, in der Hoffnung als in der Angst zu leben.“

    Foto: diverse
  • SPD: Michael Jung

    Steckbrief: Dr. Michael Jung, 44 Jahre alt, ledig, keine Kinder, Lehrer am Annette-Gymnasium, Mitglied der SPD.

    Politisches Motto: „Endlich ein Oberbürgermeister, der Wohnen bezahlbar, die Stadt klimaneutral, die Schulen digital und den Wirtschaftsstandort sicher macht.“

    Foto: diverse
  • Grüne: Peter Todeskino

    Steckbrief: Peter Todeskino, 61 Jahre alt, Geschäftsführer der Westfälischen Bauindustrie GmbH, Bürgermeister und Stadtrat für Stadtentwicklung und Umwelt a.D., verheiratet, zwei Kinder, Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen.

    Politisches Lebensmotto: „Gradlinig, konsequent, umsetzungsorientiert: Machen!“

    Foto: diverse
  • FDP: Jörg Berens

    Steckbrief: Jörg Berens, 40 Jahre alt, Social-Media-Manager, verheiratet, zwei Kinder, Mitglied der FDP.

    Politisches Lebensmotto: „Eine gute Idee ist jede Mühe wert.“

    Foto: diverse
  • Linke: Ulrich Thoden

    Steckbrief: Ulrich Thoden, 47 Jahre alt, Lehrer am Berufskolleg, verheiratet, keine Kinder, Mitglied der Partei Die Linke.

    Politisches Lebensmotto: »Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.« (Karl Marx)

    Foto: diverse
  • Piraten: Sebastian Kroos

    Steckbrief: Sebastian Kroos, 45 Jahre alt, alleinerziehend, ein Kind, Fachinformatiker, Controller beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster

    Politisches Lebensmotto: „Möglichkeiten sollten genutzt werden.“

    Foto: diverse
  • ÖDP: Michael Krapp

    Steckbrief: Michael Krapp, 48 Jahre alt, Geschäftsführer eines Finanzberatungsunternehmens für nachhaltige Geldanlage, verheiratet, zwei Kinder, Mitglied der ÖDP.

    Politisches Lebensmotto: „Offen sein für Neues, gut zuhören, Positionen klar formulieren und mutig umsetzen.“

    Foto: diverse
  • Die Partei: Roland Scholle

    Steckbrief: Roland Scholle, 41 Jahre alt, staatlich geprüfter Sozialhelfer, ledig, keine Kinder, Mitglied der Partei „Die Partei“.

    Politisches Lebensmotto: „Die AfD ist wie ein Steak, das keiner haben möchte. Zu braun und zu durch! Wählt ,Die Partei‘, sie hat immer Recht.“

    Foto: diverse
  • Münster-Liste: Georgios Tsakalidis

    Steckbrief: Georgios Tsakalidis, 53 Jahre alt, Integrations-Berater, ledig, zwei in Athen lebende Kinder, überparteilich („war nie in einer Partei“).

    Politisches Lebensmotto: „Politik ist für mich die Kunst, das Unmögliche möglich zu machen und Farbe sowie Interkulturalität reinzubringen, damit die bunte demokratische Vielfalt überall Normalität wird.“

    Foto: diverse

Erste Kommunalwahl für fast 15.000 Münsteraner

"Ohne den Einsatz der freiwilligen Helfer wäre die Wahl nicht zu stemmen", sagt Maik Waldeyer. Er freut sich besonders, dass in diesem Jahr viele junge Helfer dabei sind und setzt darauf, dass einige von ihnen auch bei kommenden Wahlen wieder am Start sind. "Die jungen Leute lernen einiges über die Bedeutung der Wahlen, bekommen Einblicke in das Geschehen am Wahltag und erfahren hautnah wie Demokratie auf lokaler Ebene funktioniert."

Wahlhelfer müssen für die jeweilige Wahl wahlberechtigt sein. Im Falle der Kommunalwahl bedeutet dies, dass sie das 16. Lebensjahr vollendet haben müssen. In diesem Jahr können 14.270 Personen zum ersten Mal an der Kommunalwahl teilnehmen. 3738 von ihnen sind "echte" Erstwähler, die bisher auch noch an keiner anderen Wahl teilnehmen konnten. 

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