Alstätte
Elegant und flexibel

Freitag, 21.09.2007, 08:09 Uhr

-mfk-
Heek .
Die Flexibilität und die Tatsache, dass der Bau „einen Tacken eleganter“ daherkam als die anderen Entwurfe, so der Preisgerichts-Vorsitzende Prof. Oskar Spital-Frenking , überzeugten die Jury: Das Architekturbüro „Farwick + Grote“ aus Ahaus hat den städtebaulichen Wettbewerb für den Bereich „Up’n Hoff“ gewonnen. Gestern überreichte Bürgermeister Dr. Kai Zwicker den Preisträgern im Rathaus ihre Urkunden.

Bereits am Abend zuvor stellte Prof. Spital-Frenking den Ratsmitgliedern die Entscheidung des Preisgerichts vor. „Das Ziel war, eine städtebaulich gute Lösung zu finden, die wirtschaftlich ist und auch umsetzbar“, erklärte Spital-Frenking. Schließlich bringe es nichts, „Luftschlösser zu planen“. Dass schon in der ersten Bewertungsrunde gleich mehrere eingereichte Entwürfe ausgeschieden seien, zeige, wie schwierig die Aufgabenstellung gewesen sei. Außer dem ersten Preis vergab das Preisgericht schließlich zwar keinen zweiten, aber zwei dritte Plätze: an das Büro „Scholz Architekten“ aus Senden und an „Tenhündfeld & Partner“ aus Ahaus.

Der Siegerentwurf von „Farwick + Grote“ passe mit seinen drei schlanken, langgestreckten Baukörpern, die einen halböffentlichen Platz bilden, sehr gut in den städtebaulichen Kontext, so der Preisgerichts-Vorsitzende. Ein besonderer Vorteil sei die große Flexibilität im Hinblick auf mögliche Wohnungstypen, die je nach Bedarf der Mieter beziehungsweise Käufer angepasst werden könne. Ein Wermutstropfen dagegen sei das zentral angelegte Stellplatzangebot. Dennoch empfahl Prof. Spital-Frenking dem Rat, über eine Umsetzung des Siegerentwurfs nachzudenken.

Dem stimmten die Ratsmitglieder denn auch einstimmig zu. Nun sollen mit den Verfassern und der Kirchengemeinde als Eigentümerin des Grundstücks Gespräche über das weiterer Vorgehen geführt werden, kündigte der Bürgermeister an. Er betonte zugleich, dass auch die beiden drittplatzierten Pläne noch Chancen auf Realisierung haben, sollte sich herausstellen, dass der Entwurf von „Farwick + Grote“ nicht durchführbar sein. „Die anderen sind noch nicht vom Tisch“, so Zwicker.

Und das ist durchaus auch wortwörtlich zu nehmen: Bis zum 5. Oktober werden die drei Entwürfe noch im Foyer des Rathauses zur Ansicht ausgestellt.

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