Alstätte
Zähes Ringen ums Detail

Donnerstag, 18.10.2007, 18:10 Uhr

Heek-Nienborg. Sie wird das Ortsbild Heeks für mindestens eine Generation prägen, die umgestaltete Ortsdurchfahrt. Entsprechend sorgfältig treiben Landesbetrieb Straßenbau und Gemeinde die Planungen voran. In Einwohnerversammlungen wurden die Anlieger über die Straßengestaltung informiert, Bauausschuss und Rat haben nach mehreren Sitzungen ihr grundsätzliches Okay gegeben. Eine eigene Arbeitsgruppe bemüht sich um die Umsetzung und Feinabstimmung.

Am Mittwochabend nun stand ein weiterer Baustein des derzeit wohl größten Projekts in Heek, dessen Umsetzung 2008 ansteht, auf der politischen Agenda: die Vorstellung des straßenbegleitenden Freiraumkonzeptes durch die Vertreterin des damit von der Gemeinde beauftragten Landschaftsarchitekturbüros. Damit verbunden: die Materialauswahl für die Pflasterung der Geh- und Radwege sowie der Leuchtenwahl. Last but not least sollte auch die Meinung der Bürger zu den Vorschlägen eingeholt werden. Indes: Zu diesem Punkt war die Enttäuschung bei Politikern und Verwaltungsvertretern, allen voran Bürgermeister Dr. Kai Zwicker , groß: Ob`s am zeitgleich im Fernsehen übertragenen Fußballspiel lag oder an einem gewissen „Sättigungseffekt“, der sich nun nach mehreren Einwohnerversammlungen eingestellt hat, sei dahingestellt. Fest steht allerdings: Nur eine Handvoll Zuschauer bevölkerte die Sitzreihen der Kreuzschul-Aula, in die die gemeinsame Sitzung des Bauausschusses und des Rates aus Platzgründen extra verlegt worden war. Entsprechend wenig Anregungen nahmen Parlamentarier und Verwaltung für die weitere Umsetzung des für Heek so wichtigen Projekts mit auf den Weg.

Ausschuss- und Ratsmitglieder diskutierten zusammen mit Vertretern des Landesbetriebs, Landschaftsarchitektin Martina Hoff sowie Verwaltungsspitze weitgehend unter sich. Das allerdings so detailorientiert und teils pedantisch, dass es mitunter schwierig war, den Argumenten rational zu folgen. Insbesondere an der Frage, welches Pflaster Geh- und Radwege künftig zieren sollte, schieden sich die Geister. Während die CDU in Person ihres Fraktionsvorsitzenden Bernhard Probst vehement für die – deutlich teurere, aber regionaltypische – Klinkervariante plädierte, tendierten die SPD sowie die Verwaltung eher zum weniger hochwertigen, dafür aber günstigeren und robusteren Betonstein. Auch bei der Leuchtenfrage zog sich der Austausch der Argumente zäh dahin, letztlich war man sich lediglich darüber einig, dass die Leuchten künftig beidseitig versetzt entlang der Ortsdurchfahrt angebracht werden sollen. Apropos Einigung: Die wurde immerhin auch noch über die Baumgestaltung und die Parkbuchten samt Pflasterung (graues Betonsteinpflaster) erzielt.

Dennoch blieb am Ende der mehr als zweistündigen Diskussion die – bei vielen auch wohl erwartete – Erkenntnis: Es gibt noch jede Menge Informations- und Beratungsbedarf in Sachen Materialauswahl und Freiraumgestaltung zur Ortsdurchfahrt. Das Thema wurde dementsprechend in die Arbeitsgruppe verwiesen, die dieses in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb als bauausführende Behörde und dem Landschaftsarchitekturbüro weiter verfolgen soll. Für das Finden einer mehrheitsfähigen Entscheidungsgrundlage indes bleibt nicht mehr viel Zeit. Spätestens Ende des Jahres will der Landesbetrieb mit der Ausschreibung beginnen, spätetens dann müssen Fakten auf den Tisch.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/538848?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F696826%2F696831%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker