Alstätte
Glücklicher Zwicker bedankt sich für „tolle Unterstützung“

Mittwoch, 02.04.2008, 18:04 Uhr

Heek-Nienborg. Allzu lange hielt es den CDU-Spitzenkandidaten für die Landratswahl 2009 nach dem Delegierten-Votum am Dienstagabend nicht in der Stadtlohner Stadthalle . Gemeinsam mit Parteifreunden des Kreis- und des Gemeindeverbands sowie Stammtischkollegen feierte Dr. Kai Zwicker seinen Erfolg in der Kandidaten-Kür in Gronau – in der Stadt also, in der seine politische Karriere als JU-Vorsitzender und Ratsmitglied begann. Dass ihm aber auch Heek nach jetzt neun Jahren als Bürgermeister ans Herz gewachsen ist, zeigt seine Aussage gegenüber den WN, dass, wenn er gewählt werde, er auch als neuer Chef der Kreisverwaltung seinen Wohnsitz in der Dinkelgemeinde behält.

Nach dem Ende des „kräftezehrenden Wettbewerbs“ um die Landratskanditatur will sich der 40-jährige Familienvater nun bis zur Wahl im Juni 2009 weiter voll auf seine Aufgaben als Bürgermeister von Heek konzentrieren. „Ich habe diesen Auftrag von den Wählern erhalten und werde ihn erfüllen.“ In den nächsten Monaten stünde die Umsetzung von zukunftsweisenden Vorhaben in der Dinkelgemeinde an. Zwicker nannte beispielhaft die Umgestaltung der Bahnhofstraße und die Entwicklung des Gabelpunktes. „Mein Ziel ist es, meinem Nachfolger ein bestelltes Feld zu hinterlassen“, so Zwicker, der sich insbesondere bei den Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbands für ihre „tolle Unterstützung“ im Bewerbungsverfahren bedankt. Zudem habe er auch aus der Bevölkerung viel positives Feedback bekommen.

„Ich bin davon ausgegangen, dass Kai gewinnt.“ Für den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Markus Jasper war es keine Frage, dass Zwicker sich in der Frage der Landratskandidatur durchsetzen würde. Dass die Wahl letztlich dennoch recht knapp ausgegangen ist, führt Jasper auf die Gemengelage innerhalb des Kreises mit Vorteilen für Mitbewerber Werner Haßenkamp im Süden und Zwicker im Norden zurück. Den Ausschlag für den Kandidaten aus Heek habe seiner Meinung nach die Tatsache gegeben, dass die Mehrheit der Delegierten eine Person von außen, die frischen Wind in die Kreisverwaltung bringt, gewollt habe. Zudem habe Zwicker mit seiner noch in der Bewerberrede unmittelbar vor der Wahl bestätigten Marschrichtung, dass er – wenn er gewählt wird – verstärktes Augenmerk auf die Belange der Kommunen richten werde, viele Sympathien gewonnen.

Die Landratskandidatur Zwickers wirft bei der Orts-CDU nunmehr die Frage auf, wer Bürgermeister-Kandidat bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr wird. Obwohl die Gerüchteküche bereits seit Wochen brodelt und gleich eine Handvoll möglicher Bewerber im Raum steht, hielt sich Jasper gestern gegenüber den WN bedeckt: „Es sind noch keine konkreten Gespräche geführt worden.“ Allerdings kündigte er an, dass der Gemeindeverband nunmehr eine Findungskommission einrichten und Kontakt zu möglichen Kandidaten knüpfen werde. Der Ortsverbandsvorstand beschäftigte sich bereits gestern Abend mit der Thematik.

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