Alstätte
„Ein Satellit der Kernstadt“

Mittwoch, 03.12.2008, 17:12 Uhr

Ahaus-Alstätte. Statt hier ein Haus mit Toskana-Flair zu bauen und dort eins im Stil einer kanadischen Blockhütte, besinnen sich die Alstätter auf Traditionen regionalen Bauhandwerks. Ein entsprechendes Gestaltungshandbuch steht interessierten Bauherren mit Anregungen und Informationen zur Verfügung – dies ist eine Projektidee, die im Rahmen der Arbeitskreise zum Dorfentwicklungskonzept diskutiert wurde.

Bis zu 60 Teilnehmer kamen zu den drei Arbeitskreisen (AK) zu den Themenbereichen „Ortsbild/Ortsgestaltung, Siedlung und Verkehr“, „Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Kulturlandschaftsentwicklung“ und „Tourismus, Freizeit und Kultur“. Im ersten Durchgang der AK, die im Oktober und November stattgefunden haben, ging es zunächst um die Sondierung von Projekten und Ideen. Dazu gehörte das Gestaltungshandbuch ebenso wie eine verstärkte Internetpräsenz oder die bessere Erschließung niederländischer Märkte.

Dr. Frank Bröckling , dessen Büro für räumliche Planung „planinvent“ bei dem Projekt federführend ist, äußerte sich auf WN-Nachfrage beeindruckt vom Engagement der Alstätter Bevölkerung. Bei der Sammlung von Stärken und Schwächen Alstättes sei die hohe Selbstständigkeit des Grenzdorfs – die Versorgung mit Geschäften, Ärzten und Schulen – besonders deutlich geworden. Bröckling lobte auch die Gesprächskultur der Alstätter, auch bei strittigen Themen sei die Diskussion stets konstruktiv gewesen.

Auch Michael Tacke , Technischer Beigeordneter der Stadt Ahaus , war „mit dem Ablauf der Arbeitskreise und der Beteiligung sehr zufrieden“. Er betonte die Bedeutung der Infrastruktur für Alstätte, einen Stadtteil von Ahaus, der sich wie ein Satellit im Umfeld der Kernstadt befinde.

In der zweiten Runde der Arbeitskreise sollen ausgewählte Projekte konkreter angegangen werden. Dann würden auch „Projektpaten“ als Ansprechpartner benannt, so Tacke. Da sie bisher etwas unterrepräsentiert waren, würden sich die Veranstalter bei den nächsten Arbeitskreisen, die Ende Januar Anfang Februar stattfinden werden, besonders über die Teilnahme von jungen Alstättern (unter 20 Jahren) freuen, so Tacke.

Dem pflichtete auch Bröckling bei: „Die jungen Menschen müssen schließlich das Süppchen auslöffeln, das wir jetzt anrühren“, formulierte er ein anschauliches Bild.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/557527?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F696795%2F696796%2F
Grüner OB-Bewerber will gegen Lewe antreten
Peter Todeskino
Nachrichten-Ticker