Alstätte
Pfarrer Leyer erkrankt

Mittwoch, 12.08.2009, 08:08 Uhr

Heek-Nienborg - Pfarrer Josef Leyer ist während seines Urlaubs erkrankt und fällt voraussichtlich für die nächsten Monate aus. Das hat Generalvikar Norbert Kleyboldt den Kirchenbesuchern am Wochenende in einem Brief mitteilen lassen. Damit die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz bis zu Leyers Genesung nicht ohne Leitung bleiben muss, hat das Generalvikariat kurzfristig für eine Vertretung gesorgt.

Noch in dieser Woche werde Christoph Theberat die Arbeit aufnehmen, betonte ein Bistumssprecher. Theberath soll als „Vicarius Substitutus“, also als eine Art Pfarradministrator im Vertretungsdienst, das Seelsorgeteam in der Dinkelgemeinde bis zu Leyers Rückkehr verstärken. Eine Unterstützung, die wichtig ist: Denn Diakon Harald Schneider ist nach Auskunft des Pfarrbüros noch bis Freitag im Urlaub, und Kaplan Pater Joy wird ab Freitag seinen Urlaub antreten.

Wie die erschrockene Gemeinde am Wochenende aus dem Schreiben aus Münster erfuhr, hat Josef Leyer einen „Erschöpfungszusammenbruch“ erlitten und sei in der Nähe seines süddeutschen Urlaubsortes in eine Uni-Klinik eingeliefert worden. Ohne weitere Ausführungen zum Befinden des überaus engagierten und mit seiner Pfarrei tief verwurzelten Pastors zu machen, hat der Generalvikar eine umgehende Rückkehr an den Arbeitsplatz ausgeschlossen.

Christoph Theberath war bis vergangene Woche in Bockum Hövel tätig - als einer von zwei Pfarrern, die die dortige Heilig-Geist-Gemeinde kooperativ geleitet haben. Nach etwa einem Jahr hat er zusammen mit seinem Kollegen die Tätigkeit in dem Hammer Stadtteil niedergelegt. Hintergrund ist offenbar ein Zwischenfall, der sich vor einigen Wochen ereignet hat. Ein ehrenamtliches Gemeindemitglied hatte die Hostie mit einem evangelischen Pfarrer geteilt, was die Pfarrleitung als schwere Sünde bezeichnete. Daraufhin war ein Sturm der Entrüstung ausgebrochen. Nicht nur die katholischen Christen, sondern auch die Protestanten fühlten sich ins tiefste Mittelalter zurück versetzt, berichtete der Westfälische Anzeiger in seiner Online-Ausgabe am vergangenen Sonntag.

Das Generalvikariat hat daraufhin in einem Schreiben an die Heilig-Geist-Gemeinde von einer „sehr bedauerlichen Auseinandersetzung“ gesprochen. Die beiden Pfarrer fühlten sich „körperlich und psychisch gegenwärtig nicht in der Lage, mit der Gemeinde Gottesdienst zu feiern und ihren Dienst zu tun“. Besonders bedauerlich sei dies, weil „beide Pfarrer in der Sache vollkommen richtig entschieden und gehandelt haben“.

Positiv für Heek : Nur dank des Ausscheidens Theberaths in Bockum-Hövel steht kurzfristig ein Geistlicher zur Verfügung, der für Leyer einspringen kann. Mit seiner Hilfe kann voraussichtlich das laufende Programm der Pfarrgemeinde aufrecht gehalten werden. Inwieweit das auch für die besonderen Aktionen wie Kreuzwoche oder Kinderbibelwoche gilt, muss sich zeigen, sobald der Niederrheiner seine Arbeit in Heek aufgenommen und sich mit seinen Kollegen vom Seelsorgeteam ausgetauscht hat.

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