Winterlinde am Friedhof wurde nach Brand stark zurückgeschnitten
Ein Drittel musste weichen

Ahaus-Alstätte -

Die große Winterlinde am Alstätter Friedhof hat den Brand am vergangenen Samstag überlebt – allerdings mit erheblichem Schaden. Etwa ein Drittel des mächtigen Baums musste nun weichen, eine Alstätter Baumpflegefirma kürzte die Krone stark ein.

Donnerstag, 25.04.2013, 10:04 Uhr

Jürgen Busch wirft einen Blick in das verkohlte Innere des Baumes.
Jürgen Busch wirft einen Blick in das verkohlte Innere des Baumes. Foto: aal

Die Linde hatte am Samstagnachmittag Feuer gefangen – nach ersten Angaben der Polizei waren vermutlich Brandstifter am Werk. Die Ermittlungen dauern allerdings noch an. Die Feuerwehr hatte alle Mühe, die Flammen zu löschen, denn durch den Kamineffekt im Hohlraum des Naturdenkmals wurde das Feuer immer wieder aufs Neue entfacht.

Völlig verkohlt war das Innere des Stamms schließlich, und der gewaltige Baum drohte umzukippen. Ein Experte vom Kreis Borken begutachtete am Dienstagmorgen den Schaden und beauftragte ein örtliches Unternehmen damit, den Baum zurückzuschneiden und das Naturdenkmal so zu sichern.

Jürgen Busch vom gleichnamigen Baumpflege-Unternehmen rückte noch am gleichen Tag mit zwei Mitarbeitern an. Vom Hubsteiger aus kürzten die Fachleute die Krone ein. Kleinere Zweige wurden direkt gehäckselt, die größeren Äste später abgefahren. „Auf diese Weise konnten wir die unmittelbare Gefahr beseitigen“, erklärte Jürgen Busch. Die Stämmlinge in der Krone sind außerdem schon seit Längerem mit Textilgurten verbunden, damit sie nicht auseinanderbrechen.

War die Linde mal gut 22 bis 23 Meter hoch, sind es jetzt nur noch 15 bis 16, schätzt Fachmann Busch. Rund 300 Jahre lang könnte der Baum schon neben dem Alstätter Friedhof stehen – das Alter der mehrstämmigen, ausgefaulten Linde sei schwer zu schätzen.

Eine intensive Pflege mit einer Überarbeitung der Sicherungen der Bäume auf dem Areal sei für dieses Jahr ohnehin in der Planung gewesen, teilt der Kreis Borken mit. Man gehe davon aus, dass auf diese Weise der alte Baumbestand für die nächsten 20 bis 30 Jahre gesichert werden kann.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1623529?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F1779474%2F1779476%2F
Nachrichten-Ticker