Bahnhof: Nächste Woche wird die Überführung aufgebaut
Brücke für einen Zug

Ahaus -

Regen tropft durch das Dach der Unterführung am Ahauser Bahnhof. Mehrere Scheiben sind eingeschlagen. Im Tunnel unter den Gleisen sammelt sich das Wasser, die einzige Neonröhre dort flackert immer mal wieder. Ein Anblick, der bald der Vergangenheit angehören soll.

Dienstag, 22.07.2014, 16:07 Uhr

Doch vorgestern wirkt die Baustelle am Bahnhof komplett verwaist. Absperrungen, Baucontainer und Maschinen stehen allein im Ahauser Nieselregen. Bauarbeiter oder Reisende sind nicht zu sehen. Dennoch: „Wir liegen komplett im Zeitplan“, sagt ein Sprecher der Baufirma aus Borken . Die stählerne Überführung über die Gleise soll im August aufgebaut werden – so wie es die Deutsche Bahn geplant habe.

Die Fundamente sind jetzt schon gelegt. Am kommenden Montag soll der große Fahrradständer abgebaut werden, um Platz für den Bau der Überführung zu schaffen, die dann den Zugang zum Gleis 2 barrierefrei ermöglichen soll. Vom 28. Juli bis 15. August können Radfahrer ihre Räder dann nicht, wie gewohnt, am Fahrradständer abstellen.

Die Firma Heinrich Walter aus Borken will dafür aber noch Ersatzflächen ausweisen. Fahrräder , die aktuell noch dort stehen, sollen abgeholt werden. Alle Räder, die nach dem 28. Juli noch dort stehen, werden zum städtischen Fundbüro gebracht.

Um in Zukunft den zweiten Bahnsteig auch für Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen zugänglich zu machen, werden zusätzlich zur Treppe zwei Aufzüge eingebaut. Die sollen dann den problem- und barrierefreien Zugang zum 7.24-Uhr-Zug nach Enschede ermöglichen.

Das ist nämlich der einzige Zug am Tag, der vom Ahauser Gleis 2 abfährt. Ein Sprecher der Bahn hatte schon vor Jahren dem Ahauser Rat vorgerechnet, das dies die günstigste Variante sei, um den Ahauser Bahnhof zukunftssicher aufzustellen.

Wenn die Aufzugkabinen eingebaut sind, seien nur noch Restarbeiten zu erledigen. Die werden sich aber noch bis Ende 2014 hinziehen. Bis dahin soll auch die Unterführung mit Beton ausgegossen werden. Einen Tunnel gibt es dann nicht mehr. Ende 2014 soll alles fertig sein. Bis dahin hat die Bahn dann laut Planung etwa 2,6 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt: für Überführung und die Erhöhung des Bahnsteigs an Gleis 1. Das Geld stammt aus der Modernisierungsoffensive, durch die 108 Bahnhöfe in NRW saniert werden.

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