Küken
Flauschige Gäste in St. Marien

Ahaus-Alstätte -

Seit einer Woche gibt es eine besondere Attraktion im St.-Marien-Kindergarten. Rudi Haveloh hat dort eine Brutmaschine aufgestellt, gefüllt mit 20 Hühnereiern. Am vergangenen Montag schlüpften die ersten Küken, und am Mittwoch hatten bereits 13 Jungtiere das Licht der Welt erblickt.

Samstag, 21.02.2015, 12:00 Uhr

Rudi Haveloh hat eine Brutmaschine im Kindergarten aufgestellt (kleine Bilder). Die Kinder freuen sich über die ersten geschlüpften Küken.
Rudi Haveloh hat eine Brutmaschine im Kindergarten aufgestellt (kleine Bilder). Die Kinder freuen sich über die ersten geschlüpften Küken. Foto: Monika Haget

„Die sind ja gar nicht gelb“, sei die erste Reaktion der Kinder gewesen, erzählt Birgit Gehling , die Leiterin der Einrichtung. Haveloh erklärte, dass es sich um die Rasse „Zwerg-Weyandotten“ handele. „Da sind die Küken braun“. Seit zwei Jahren ist er Mitglied im Rassegeflügelzuchtverein. „Als Rentner habe ich mir ein neues Hobby gesucht“, meint er, und die Vogelzucht habe ihn schon immer interessiert. Die Idee, eine Brutmaschine in St. Marien aufzustellen, sei ihm spontan gekommen, wohl auch, weil seine Enkelin den Kindergarten besucht. Auch Birgit Gehling war gleich begeistert.

Um das Geschehen gut beobachten zu können, versah Haveloh die Maschine mit einem Plexiglasdeckel. Dann baute er einen Schaukasten mit Wärmelampe. Er transportierte die in ein warmes Körnerkissen gehüllten, befruchteten und bereits angebrüteten Eier zum Kindergarten. Dort wurde er gleich von einer neugierigen Kinderschar umringt. In den folgenden Stunden kamen sie immer wieder gelaufen, um nach den Eiern zu sehen. Groß war die Freude, als der erste Schnabel sich durch die Schale gepickt hatte. Nachdem sie komplett geschlüpft waren, mussten die Küken noch eine Weile im Brutkasten bleiben, um zu trocknen, dann durften sie mit Rudi Havelohs Hilfe in den Schaukasten umsiedeln.

Dieser kommt regelmäßig, um die Küken zu versorgen. Eine gleichbleibende Wärme sei wichtig für das Wohlergehen der Tiere, erklärte er. Für ein Foto holte er einige Küken heraus und ein paar mutige Kinder durften sie in die Hand nehmen. „Das kitzelt“, meinte ein Kind lachend, „das ist ganz weich“, ein anderes. Noch rund eine Woche sollen die Tiere im Kindergarten bleiben. Wenn das Interesse der Kinder an den Küken nachlässt, will Haveloh diese für seine Zucht zurück nach Hause holen.

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