Goldhochzeit
Über die Freundin zum Ehemann

Ahaus-Alstätte -

Christel und Ludger Pohlschröder kennen sich von Kindesbeinen an, sie wuchsen beide in der Müggenbergstraße in Alstätte auf. Nun feiern sie Goldhochzeit . . .

Donnerstag, 18.06.2015, 07:06 Uhr

Christel und Ludger Pohlschröder feiern ihre Goldhochzeit. Foto: Monika Haget

Als Jugendliche gingen sie oft mit ihren Freunden sonntagnachmittags zum Tanz zu Brüggemann. Der Zufall wollte es, dass Ludgers Schwester Hildegard die Freundin von Christel war. So kamen sich die beiden näher. Ende 1963 feierten sie ihre Verlobung.

Da hatte Ludger Pohlschröder – mit 22 Jahren – gerade seine Meisterprüfung als Raumausstatter abgelegt, um den elterlichen Familienbetrieb zu übernehmen. Am 18. Juni 1965 wurde geheiratet. Der damalige Pfarrverwalter und Kaplan Stratmann übernahm wegen der vakanten Pastorenstelle die Zeremonie. „Es hat den ganzen Tag geregnet“, erinnern sich beide.

Christel Pohlschröder hatte einige Jahre als Textilverkäuferin und Änderungsschneiderin gearbeitet. Beste Voraussetzungen also, um künftig das Nähen der Gardinen für die Kunden zu übernehmen. Auch als ihre Kinder geboren wurden, gab sie diese Tätigkeit nicht auf. „Wir sind ein Familienbetrieb“, erklärt Ludger Pohlschröder dazu, der inzwischen längst die Geschäfte seinem Sohn Andreas übertragen hat. Ab und zu hilft er noch aus, wenn Not am Mann ist.

Auch sonst war er immer sehr engagiert und ist es noch heute. Viele Jahre gehörte er zum Vorstand des VfB, jetzt ist er im Ältestenrat des Vereins tätig. 14 Jahre führte er die Kolpingsfamilie als Vorsitzender an und dem Schützenverein sind beide Eheleute sehr verbunden. Christel wurde bereits 1971 zur Königin erkoren, Ludger holte 1995 den Vogel von der Stange.

Den heutigen Ehrentag wollen sie mit ihren vier Kindern und Schwiegerkindern feiern. Elf Enkel, davon drei Zwillingspärchen, sind auch mit dabei. Dazu kommen die Nachbarn, die einen Ehrenbogen gebunden haben, Verwandte und Freunde. „Ganz besonders freut sich meine Mutter darauf, dass sie diesen Tag noch erleben darf“, erzählt Christel Pohlschröder. Mit 99 Jahren sei diese noch geistig sehr fit und lese jeden Tag die Zeitung.

Bleibt nur noch zu wünschen, dass der Goldhochzeitstag nicht wie damals vor 50 Jahren im Regen versinkt.

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