Kronkorkensammlung
Ellerkamp sammelt weiter

Ahaus-Alstätte -

Früher gab es noch 13, 14 Cent für ein Kilo Kronkorken – jetzt sind es nur noch sechs: Die Preise für Metall sind stark gesunken. „Das ist eine Katastrophe“, sagt Heinrich Ellerkamp und seufzt. Trotzdem wollen der Alstätter und seine Frau Mathilde mit dem Sammeln nicht aufhören. Schließlich ist das Ganze für eine gute Sache.

Mittwoch, 11.11.2015, 07:11 Uhr

Kronkorken, Deckel, Dosen: Heinrich Ellerkamp sammelt Metall, um es zu verkaufen – und das Geld für den guten Zweck zu spenden.
Kronkorken, Deckel, Dosen: Heinrich Ellerkamp sammelt Metall, um es zu verkaufen – und das Geld für den guten Zweck zu spenden. Foto: Anne Alichmann

Und vielleicht steigen die Preise ja irgendwann wieder. „Solange müssen wir eben horten“, sagt Heinrich Ellerkamp . Ausreichend Platz hat er zum Glück: Firmen haben ihm Container zur Verfügung gestellt, in denen er die Deckel und allerhand anderes Altmetall erstmal aufbewahren kann.

„Die Sammlung ist gerade so gut angelaufen“, berichtet der engagierte Rentner. Viele Alstätter , aber auch Helfer aus der Umgebung und sogar aus Köln und Hamburg liefern die Kronkorken inzwischen bei ihm ab, statt sie in die Mülltonne zu werfen.

Für den Einzelnen bedeutet das nicht viel Aufwand – in der Summe kann damit aber viel erreicht werden. Das beweisen die Zahlen, die Heinrich Ellerkamp vorlegt: Seit gut drei Jahren sammeln er und seine Frau die metallenen Deckel und verkaufen sie – zusammen mit allerhand anderem Schrott – an einen Händler. Fast 7000 Euro haben sie auf diesem Wege und durch Einzelspenden schon eingenommen – und für den guten Zweck weitergegeben.

So hat das Familienhaus am Uniklinikum Münster seither insgesamt 2750 Euro erhalten, das Hospiz in Stadtlohn 4100 Euro. „Jeder Cent ist dort richtig“, ist Heinrich Ellerkamp überzeugt. Mehrmals hat er sich die Arbeit der beiden Einrichtungen vor Ort angesehen. „Das ist klasse, was dort geleistet wird. Und wir haben viel Dank, Lob und Anerkennung erfahren.“

Grund genug, auch in solch schwierigen Zeiten das Sammeln fortzuführen. „Solange wir noch gesund sind und können, machen wir das weiter“, sagt Heinrich Ellerkamp. Und er hofft, dabei noch mehr Unterstützung zu bekommen: „Vielleicht kriegen wir die Leute, die noch nicht sammeln, auch noch dazu.“

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