Katholisches Bildungswerk
Echte Klassiker und neue Ideen

Ahaus-Alstätte -

Oft wird Ur­sel Schwiep beim Einkaufen angesprochen. „Ach, wo ich dich gerade sehe – bei dem Kurs würde ich auch gerne mitmachen“, heißt es dann zwischen den Supermarkt-Regalen. „Ich muss mir das dann gut merken und den Namen zu Hause auf die Anmeldeliste schreiben“, sagt die Alstätterin und lacht.

Dienstag, 19.01.2016, 06:01 Uhr

Präsentieren das aktuelle Programm (v.l.): Ursel Schwiep, Birgit Gehling und Marlies Winter. Kleine Bilder: Malkurse sind immer wieder Teil des Angebots, das Rosenkranz-Basteln der Kommunionkinder schon ein Klassiker.
Präsentieren das aktuelle Programm (v.l.): Ursel Schwiep, Birgit Gehling und Marlies Winter. Kleine Bilder: Malkurse sind immer wieder Teil des Angebots, das Rosenkranz-Basteln der Kommunionkinder schon ein Klassiker. Foto: Anne Alichmann

Seit beinahe 20 Jahren zeichnet Ursel Schwiep für das Programm des Katholischen Bildungswerks (KBW) im Musikerdorf verantwortlich. Auf den Tag genau weiß sie nicht mehr, wann sie angefangen hat. „Aber ich habe alle Programmheftchen im Keller aufbewahrt, und das älteste ist von 1997“, berichtet die 69-Jährige. Eine lange Zeit – lang genug, findet die Alstätterin. Und sucht deshalb nun nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. „Ich werde dieses Jahr 70“, begründet sie ihre Entscheidung.

Die Aufgaben auf diesem ehrenamtlichen Posten sind vielseitig. Da gilt es zum Beispiel, die Angebote zusammenzustellen, sich mit Kursleitern zu besprechen, den Kontakt zur Hauptstelle in Borken zu pflegen oder sich um Räume zu kümmern. Aber: „Vieles davon ist über die Jahre auch zum Selbstläufer geworden“, berichtet Ursel Schwiep. Einige Kurse sind schon längst Tradition und die Dozenten kennen sich aus. „Da muss man nicht mehr viel regeln.“ Außerdem gibt es tatkräftige Unterstützung: „Bei der Organisation hilft Maria Terhaar sehr viel mit.“ Und, ein weiterer Vorteil: Die Wege in Alstätte sind kurz. Gibt es mal Probleme, ist eine Lösung in der Regel schnell gefunden.

Seit 2007 besteht außerdem eine Kooperation mit dem Familienzentrum in Alstätte. „Wir haben ja im Prinzip dasselbe Ziel“, sagt Marlies Winter, Leiterin des Kindergartens St. Birgitta. „Wir möchten Eltern wohnortsnah etwas bieten.“ Sind in den Kindergärten Veranstaltungen angedacht, nehmen die Verantwortlichen Kontakt zum KBW auf. „Manchmal werden uns über das Büro in Borken auch Referenten zur Verfügung gestellt“, berichtet Birgit Gehling, Leiterin des Kindergartens St. Marien.

So entsteht ein buntes Programm, das für alle Altersstufen etwas bietet. „Man kann nahtlos von einem Kurs zum nächsten übergehen, wenn man das möchte“, sagt Marlies Winter. Angefangen beim offenen Eltern-Baby-Treff bis hin zum Spielenachmittag mit Senioren und Kindern.

Dabei unterliegt natürlich auch das KBW-Programm einigen Trends. Mal ist ein Angebot in wenigen Tagen ausgebucht, ein anderes Mal bleibt für den gleichen Kurs die Anmeldeliste leer. „Kreativ-Kurse liefen schon einmal besser“, berichtet Ursel Schwiep. Bis auf den Näh-Kurs. „Der wird wieder richtig gut angenommen.“ Auch alles zum Thema Musik und Tanzen stand eine Zeit lang nicht so hoch im Kurs. „Da wurden wir jetzt schon wieder häufiger nach gefragt“, erzählt Birgit Gehling. Die Loslösgruppen würden dagegen immer weniger besucht, „weil wir ja nun auch U 3-Gruppen in den Kindergärten haben“, sagt Marlies Winter.

Zu einem echten Klassiker ist mittlerweile das Elternfrühstück mit Pastor Hemsing geworden. Auch die Kochkurse und das Selbstbehauptungstraining für Mädchen sind aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Die Wirbelsäulengymnastik läuft ebenfalls schon über viele Jahre, genau wie der Inliner-Kursus.

Trotzdem: Für neue Ideen sind die Alstätter durchaus offen. Man gucke schon mal bei den anderen Orten, was die so machen, verraten die Organisatoren. Sie selbst sind bei vielen Kursen mit dabei – ob aus persönlichem Interesse oder aus organisatorischen Gründen. Ursel Schwiep hat zum Beispiel lange einen Kochkurs selbst geleitet. Auch bei so manch interessantem Vortrag ist sie mit dabei. Und das wird sich vermutlich auch nicht ändern, wenn sie ihren Organisationsposten abgibt und in den verdienten „Ruhestand“ tritt. Beim Einkaufen wird sie bis dahin bestimmt noch so manches Mal angesprochen . . .

► Wer Interesse hat, sich im KBW zu engagieren, meldet sich bei Ursel Schwiep unter ✆ 02567 1063.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3746434?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F4848689%2F4848701%2F
Nachrichten-Ticker