DLRG-Ortsmeisterschaft Alstätte
Wenn die Eltern baden gehen

Alstätte -

Man hört es laut platschen. Die Sonne scheint auf Hochtouren, als wolle sie den Sommer in nur einer Woche nachholen. Doch von regulärem Badebetrieb kann trotz lachender und kreischender Kinder, die sich am Ein-Meter-Brett tummeln, keine Rede sein. „Wir freuen uns besonders über die rege Beteiligung der Kinder und Eltern bei unserer Ortsmeisterschaft trotz des Sommerfests im Dorf“, erklärt Jürgen Hubbeling, Vorsitzender des DLRG-Ortsgruppe Alstätte.

Montag, 29.08.2016, 06:08 Uhr

Nachdem die Alstätter DLRG-Mitglieder verschiedenen Aufgaben absolviert hatten, erhielten sie ihre verdienten Urkunden.
Nachdem die Alstätter DLRG-Mitglieder verschiedenen Aufgaben absolviert hatten, erhielten sie ihre verdienten Urkunden. Foto: : Thomas Steinhoff

Mögen die Spiele beginnen. Passend zum Ende der Badesaison im Freibad fand ab 13.30 Uhr die alljährliche DLRG-Ortsmeisterschaft statt. Bei einer Wassertemperatur von 27 Grad Celsius mussten 34 Mitglieder in der Altersklasse von acht bis 16 Jahren ihr Können beweisen.

„Viele Eltern schauen sich die Leistung ihrer Kinder an. Das macht unsere Veranstaltung in jedem Jahr zu einem Familienfest“, freut sich Hubbeling . Ihm ist im Rahmen seiner Tätigkeit ebenso wie dem gesamten Vorstand daran gelegen, die Freude am Schwimmen sowie die Tradition des Rettungsschwimmens an die nächste Generation weiterzugeben.

Einmal weg von Sofa und Tablet. „In den Schulen rund um Ahaus heißt es, Alstätter Jugendliche könnten vergleichsweise gut schwimmen. Das liegt natürlich vor allem am Standort des Freibads. Dieses Wissen bestärkt uns natürlich in unserer Arbeit“, erzählt Hubbeling.

Über den ersten Platz in der Altersklasse bis acht Jahre durfte sich Lena Kuhls , bei den gleichaltrigen Jungen Gerrit Wielens freuen. Marie Esseling und Elias Bröcker trugen in der Altersklasse bis zwölf Jahre den Sieg davon. In der Altersklasse 13/14 waren es Paula Bröcker sowie Jens Endejan, in der Altersklasse 15/16 weiblich Greta Ellerkamp.

„Wann schwimmen denn die Eltern? Dann kann ich Papa sagen, dass er seine Badehose braucht“, fragt ein herbeieilendes Mädchen mit Schalk in den Augen. In der Alstätter Ortsgruppe gehört es mittlerweile zur Tradition, dass sich nicht nur Kinder und Jugendliche im kühlen Nass gegeneinander behaupten.

Beim sogenannten Elternschwimmen, der letzten Disziplin des Tages, trauen sich so einige Mütter und Väter ins Becken. Ein Rollentausch – eigentlich sind es doch immer die Großen, die ihre Kleinen vom trockenen Beckenrand aus anspornen. Hier trugen Christa Essling und Christian Wielens den Sieg davon.

Bei der Ortsmeisterschaft steht wider Erwarten nicht nur Schwimmen auf dem Programm. In diesem Jahr haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die 17 Meter lange Wasserrutsche des KAB-Zeltlagers Alstätte wurde der Ortsgruppe zur Verfügung gestellt. Wie in jedem Jahr zelteten die DLRG-Mitglieder im Freibad. Als es dunkel geworden war, wurden aber nicht die Schlafsäcke hervorgeholt, sondern noch einmal die Badeanzüge. Dann hieß es wieder Nachtschwimmen im Freibad – und zwar völlig legal. Gestärkt von Currywurst krochen Groß und Klein am Ende doch in ihre Zelte.

Apropos Ende der Saison. In diesem Jahr läuft alles etwas anders ab. Bevor sich die Betreiber des Freibades von der wankelmütigen Jahreszeit hinters Licht führen lassen, wurde kurzerhand die Badesaison um eine Woche verlängert. Auch die Wasserrutsche des Zeltlagers bleibt dem Freibad noch für ein paar Tage erhalten.

Die DLRG-Mitglieder können ihre Trainingsanzüge bei den beiden kommenden Trainingseinheiten bestellen.

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