Grundschullehrer in Schöppingen, Ahaus und Heek
Männer an Grundschulen Mangelware

Schöppingen/Heek/Ahaus -

Es gibt immer weniger männliche Lehrer an Grundschulen. Dieser Trend ist nicht nur landesweit zu beobachten, sondern auch vor Ort. In Schöppingen und Alstätte ist der Männeranteil an den Grundschulen gleich null. Nur in Heek sieht es etwas besser aus.

Donnerstag, 08.12.2016, 06:12 Uhr

Immer weniger Lehrer gibt es in den Schulen in Nordrhein-Westfalen. In den Grundschulen ist der Anteil besonders niedrig: Dort sind nur rund neun Prozent der Lehrer männlich.
Immer weniger Lehrer gibt es in den Schulen in Nordrhein-Westfalen. In den Grundschulen ist der Anteil besonders niedrig: Dort sind nur rund neun Prozent der Lehrer männlich. Foto: dpa

Es gibt immer weniger männliche Lehrer an Grundschulen . Dieser Trend ist nicht nur landesweit zu beobachten, sondern auch vor Ort. Sowohl in Schöppingen an der Brictiusschule als auch in Alstätte an der Katharinenschule ist der Männeranteil gleich null. Nur in Heek sieht es etwas besser aus: Im vergangenen Schuljahr waren acht Prozent der 25 Lehrer an den beiden Grundschulen männlich.

Auch landesweit ist dieser Trend zu beobachten: An den Grundschulen ist der Männeranteil in den vergangenen zehn Jahren um etwa zwei Prozentpunkte auf knapp neun Prozent gesunken. Der Anteil an der Bischof-Martin-Grundschule in Nienborg ist dabei noch vergleichsweise hoch. Dort sind zwei von den insgesamt zehn angestellten Lehrerinnen und Lehrern männlich – und damit 20 Prozent.

Warum der Männeranteil an Grundschulen so gering ist, kann die Schulleiterin der Nienborger Grundschule, Bernadette Nabers , nach einem kurzen Austausch mit ihren Kollegen nur mutmaßen. „Zum einen ist vielen die Bezahlung zu wenig. Zum anderen hält es auch manche Männer ab, dass sie an Grundschulen viel mit kleinen Kindern arbeiten müssen“, sagt Nabers. Im Gegensatz zu Lehrern an Gymnasien oder Berufsschulen sind verbeamtete Lehrer an Grundschulen in der Regel eine Besoldungsstufe niedriger eingestuft und haben zudem weniger Aufstiegsmöglichkeiten.

Sowohl an der Katharinenschule in Alstätte als auch in den anderen Ahauser Grundschulen ist der Lehreranteil gering. Während im Schuljahr 05/06 noch 18 Prozent der Grundschullehrer in Ahaus Männer waren, sind es zuletzt nur etwa sieben Prozent gewesen. „Das ist eine bundesweite Entwicklung. Ahaus stellt keine Ausnahme dar“, sagt Fabian Wellers vom Bürgermeisterbüro.

Die Schulleiterin der Grundschule in Schöppingen, Maria Wigger-Kerkhoff, wollte sich zu dem Thema am Telefon nicht äußern.

Etwas besser sieht es bei den weiterführenden Schulen aus. An der Sekundarschule in Heek war im Schuljahr 2015/2016 jeder vierte Lehrer männlich, in Schöppingen knapp 30 Prozent. Am ausgeglichensten ist das Verhältnis an Gymnasien. Mit rund 41 Prozent in Nordrhein-Westfalen war dort der höchste Männeranteil in allen Schulformen. An den Gymnasien in Ahaus liegt dieser sogar bei 46 Prozent.

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