Anlieger sind mit der Parksituation unzufrieden
Erste Ideen für die Wallstraße

Ahaus -

Die Wallstraße soll neu gestaltet werden: weniger Verkehr, mehr Aufenthaltsqualität. Erste Ideen hat die Verwaltung rund 200 Zuhörern im Kulturquadrat vorgestellt.

Donnerstag, 09.02.2017, 00:02 Uhr

Der Durchgangsverkehr auf der Wallstraße soll ganz weichen. Das sieht eine erste Planung der Stadtverwaltung vor. Derzeit ist die Verkehrssituation auf der Wallstraße relativ unübersichtlich.
Der Durchgangsverkehr auf der Wallstraße soll ganz weichen. Das sieht eine erste Planung der Stadtverwaltung vor. Derzeit ist die Verkehrssituation auf der Wallstraße relativ unübersichtlich. Foto: Stephan Teine

Allein, vielen Anliegern und Geschäftsleuten war das noch zu unkonkret. Vor allem Fragen zu knappen Stellplätzen in der Innenstadt beschäftigten sie. Auch die fehlende Zeit- und Etatplanung sorgte für skeptische Gesichter.

Mehrfach bat Stadtplaner Walter Fleige von der Stadtverwaltung darum, doch das große Ganze und die Zielvorstellung zu sehen. Schließlich gehe es erst mal nur um die städtebauliche Leitidee. Um eine Idee, ja eine Vision von der Zukunft der Wallstraße und der Zukunft der Innenstadt. Die Überlegungen seien noch ganz am Anfang, man müsse jedoch beginnen, Weichen zu stellen.

Seine Bitte verfing nicht so richtig. Zu groß waren die Vorbehalte der Zuhörer. Immer wieder kamen sie auf die Stellplätze zurück. Die seien aktuell schon knapp, würden durch die Baustelle für das Kaufhaus Berken weiter beschnitten und mit dem Umbau der Wallstraße würden sie praktisch völlig aus der Innenstadt verschwinden. Eine Gefahr für den Handel, so die Meinung der Zuhörer.

„Wir haben die Parkplätze im Fokus. Heute Abend geht es aber um die Rahmenplanung“, versuchte es Architekt Heiner Farwick . Demnach soll die Wallstraße zukünftig vom Durchgangsverkehr befreit werden. Der Verkehr soll über den Stadtwall abgeleitet werden.

Die Wallstraße soll dafür attraktiver gestaltet und optisch stärker an die Fußgängerzone angebunden werden. Ob das durch einen durchgehenden Grüngürtel, mehrere Parkflächen oder mehrere Gebäude geschehen soll, ist offen. Architekt Farwick erläuterte, dass in jedem Fall sowohl der Rathausplatz als auch der Kreisverkehr Wessumer Straße /Königstraße neu geordnet werden sollen. Ihm schwebten kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser vor, welche die beiden Plätze ordnen und fassen könnten.

Einen Zeitplan gibt es für die Planung noch nicht. „Ganz bewusst haben wir heute keinen Zeitplan mitgebracht“, sagte Fleige. Es handele sich schließlich erst um den Auftakt für die städtebauliche Rahmenplanung.

Trotzdem beharrten die Zuhörer auf ihrem Standpunkt: Parkplätze seien das Wichtigste für die Innenstadt. Sowohl für Patienten der Arztpraxen als auch Anwohner oder Kunden der vielen Geschäfte. „Es reicht nicht, das Thema nur im Fokus zu haben“, sagte einer aus dem Publikum.

Und dann, kurz vor Ende kamen noch einmal entscheidende Fragen aus dem Publikum: „Was kostet das? Wer zahlt das? Und wer trägt das Risiko?“ Die Summen seien noch nicht kalkuliert, eine Förderung sicherlich möglich und auch beim Ausbau der Fußgängerzone sei ja kein Anlieger überfordert worden, so die Verwaltung.

Pauschal war keiner der Zuhörer gegen die Planungen für die Zukunft der Wallstraße. Sie alle stimmten zu, dass dort noch eine Menge ungenutztes Potenzial schlummere.

Die Stadtverwaltung hat am Mittwochvormittag die Parkplatzsituation in der Innenstadt untersucht. Dabei wurden durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes an verschiedenen Stellen freie Parkflächen festgestellt: Tiefgarage Königstraße: 52 Stellplätze frei (von 86); Parkplätze Schloss (Domhof): großes Parkdeck: 87 Stellplätze frei (von 203); kleines Parkdeck: 14 Stellplätze frei (von 84).

► Auch hat die Stadt noch einmal Hinweise zu den Gebühren gegeben. So sei die Nutzung der genannten Parkflächen gebührenpflichtig. Mit der Brötchentaste können Autofahrer 30 Minuten kostenfrei parken. Ansonsten kostet die erste Stunde 20 Cent – und jede weitere Stunde 50 Cent. Für die Parkplätze am Schloss gibt es zudem ein Tagesticket für drei Euro.

► Wer gebührenfrei parken möchte, kann dies zudem auf den Parkplätzen am Friedhof und auf dem Kirmesplatz tun.

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