Aussegnungshalle eingesegnet
Stil- und stimmungsvoll

Alstätte -

Bernhard Terhaar hält sich bei offiziellen Anlässen gerne zurück. Doch am Sonntagmittag tritt der Haushaltsbeauftragte der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt ans Mikrofon und schildert die wichtigsten Stationen auf dem Weg zur neuen Aussegnungshalle.

Montag, 24.04.2017, 06:04 Uhr

Pfarrer Matthias Wiemeler segnete die neue Aussegnungshalle am Friedhof sowie die beiden Ehren- und Mahnmale vor der neuen Halle ein.
Pfarrer Matthias Wiemeler segnete die neue Aussegnungshalle am Friedhof sowie die beiden Ehren- und Mahnmale vor der neuen Halle ein. Foto: Rupert Joemann

Sein eleganter schwarzer Anzug verrät: Heute ist ein ganz besonderer Tag. Und als Haushaltsbeauftragter hat er die veranschlagten 475 000 Euro mitzuverantworten. Beim Blick in die Aussegnungshalle wird schnell deutlich: Das Geld ist gut angelegt. Die Aussegnungshalle ist „ein stil- und stimmungsvolles Gebäude. Sie können stolz auf die Gemeinschaftsleistung sein“, lobt Bürgermeisterin Karola Voß in ihrem Grußwort das Engagement der Alstätter.

Auch Terhaars Dankesliste ist lang. Wieder einmal haben zahlreiche Alstätter entweder tatkräftig mit angepackt oder gespendet.

Die Glaskunst der Paderborner Künstlerin Kerstin Hofmann ist auch von einer Alstätter Familie finanziert worden. Die Glasfront „ist sicherlich ein Schmuckstück, das unserer Aussegnungshalle eine besondere Note verleiht“, findet Bernhard Terhaar . Die zwölf Engel in den vier Fenstern und das Lamm, in der Mitte der Tür, sind wahrlich etwas ganz Besonderes. Auch Bürgermeisterin Voß geht auf die Engel ein: „Engel beschützen uns, sie sind friedlich.“

Kerstin Hofmann erklärt kurz die Bedeutung der zwölf Engel und des Lamms in der Türmitte. „Zum Paradies mögen Engel dich begleiten“, zitiert Hofmann aus der Bibel. Das Lamm Gottes throne in der Mitte selbst, so die Künstlerin. Engel und Edelsteine seien Geschöpfe Gottes, so die Künstlerin. Das hätte schon Hildegard von Bingen gesagt. Und der Regenbogen bilde die Brücke zum Tod.

„Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land, aus ewigem Stein erbaut von Gottes Meisterhand“, heißt es im Gotteslob-Lied Nummer 478, das Matthias Wiemeler anstimmt. Es passt perfekt zur neuen Aussegnungshalle. Der Pfarrer freut sich, dass die Einsegnung ausgerechnet am Weißen Sonntag, dem Tag der göttlichen Barmherzigkeit, erfolgt. Die Aussegnungshalle und die Mahnmale stünden dafür, „dass unsere Heimat letztlich im Himmel ist“, sagt Pfarrer Wiemeler.

Werner Terhaar, Vorsitzender des Schützenvereins Dorf, hebt, stellvertretend für die fünf Schützenvereine, die Bedeutung der Mahnmale hervor. Vor allem freut es ihn, dass der Hl. Georg wieder einen würdigen Ort gefunden habe. „Er galt lange als Wahrzeichen von Alstätte “, so Werner Terhaar. 1922 wurde der Hl. Georg im Dorfkern in Gedenken an die Gefallen des Ersten Weltkriegs aufgebaut. 1968 landete er auf der Müllkippe. Bernhard Frenker-Hackfort rettete damals die Statue und die Tafeln mit den Namen der Gefallenen daraus. Die Gestaltung des Platzes mit den beiden Ehren- und Mahnmalen haben die Schützenvereine in Eigenregie übernommen.

Sowohl Bernhard als auch Werner Terhaar danken ganz besonders Matthias Dornbusch, „für den diese neue Aussegnungshalle eine Herzensangelegenheit ist und der in den letzten Wochen nicht oft zu Hause anzutreffen war“, sagt Bernhard Terhaar. „An dem Ergebnis sieht man, dass sich die Arbeit gelohnt hat“, so Werner Terhaar.

Mehr als drei Jahre haben die Verantwortlichen auf diesen Sonntag hingearbeitet. Dabei haben sie unentwegt Gespräche geführt – mit der Stadt, mit dem Bistum.

Dass mit dem Ehrenmal des Hl. Georgs eine namentliche Verbindung zur Ottensteiner St.-Georg-Kirche geschaffen wurde, freut Bernhard Terhaar. Das wird nur noch von einem übertroffen: „Die Einsegung findet am Namenstag des Hl. Georgs statt.“

Neue Aussegnungshalle Alstätte

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  • Pfarrer Matthias Wiemeler hat die neue Aussegnungshalle am Friedhof eingesegnet. Foto: Rupert Joemann
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