Die junge Band Red Lines tritt beim Grillevent im Freibad auf
Rote Hosenträger als Markenzeichen

Alstätte -

Schon vor dem Musikhaus macht insbesondere das Spiel mit den Drums darauf aufmerksam, dass sich im ersten Stock etwas regt. Die neue Band Red Lines ist mit hörbarem Elan eingezogen. Das Klopfen an der Tür geht unter, während die jungen Musiker bei „Knockin’ on heaven’s door“ zumindest musikalisch an überirdische Pforten klopfen.

Freitag, 09.06.2017, 06:06 Uhr

Die Red Lines mit (v.l.) Simon Hassels, Jan Rensing, Elena Möllenkotte, Moritz Meier und Michael Ostendorf freuen sich auf ihren Auftritt im Alstätter Freibad..
Die Red Lines mit (v.l.) Simon Hassels, Jan Rensing, Elena Möllenkotte, Moritz Meier und Michael Ostendorf freuen sich auf ihren Auftritt im Alstätter Freibad.. Foto: Anne Rensing

„Ich wollte schon immer eine Band gründen“, sinnierte Schlagzeuger Jan Rensing noch auf dem Weihnachtsmarkt 2015. Im darauffolgenden Jahr nahm die Bandgründung ihren Lauf. Sein Freund und Bassist Moritz Meier befand, dass dies gleich in die Realität umgesetzt werden müsse. Und so wurde aus der anfänglichen Schnapsidee ein ambitioniertes Vorhaben.

„Jan ist sozusagen unsere Spinne“, sagt Sängerin Elena Möllenkotte. Bei einem beiläufigen Gespräch rekrutierte er spontan die einzige Dame in der Runde, die aus Schöppingen stammt. Neben Moritz Meier kennen sich auch Jan Rensing und Keyboarder Simon Hassels aus dem Musikverein Alstätte. Das fünfte Mitglied, Gitarrist Michael Ostendorf, kommt aus Wüllen.

Bevor der erste Auftritt anstand, musste ein Bandname gefunden und das Musikspektrum abgesteckt werden. Schnell waren sich alle einig, als Coverband mit Tanzmusik bestehend aus Evergreens und modernen Stücken auftreten zu wollen. „Wir spielen von Helene Fischer bis AC/DC“, sagt Frontfrau Elena Möllenkotte.

Der Name war nicht ganz so schnell gefunden. Erst als ein Gast die Bandmitglieder bei einem Auftritt auf ihre roten Hosenträger ansprach, fiel der Groschen. So entschieden sich die Jungmusiker für Red Lines (Rote Linien) als Ausdruck ihres neuen Markenzeichens.

„Wir gehen nie unvorbereitet in einen Auftritt“, sagt Moritz Meier, jüngstes Mitglied der Runde, die von „beinah 18“ bis zum 22. Lebensjahr reicht. Die Schützenfest-Tauglichkeit haben alle als Teil der Big Band Nico Mey schon bewiesen. „Der gute Draht zur Big Band ist wirklich ein Riesenvorteil für uns und unseren Start“, meint Jan Rensing. Beim Winterfest in Epe hätten sie schon positive Erfahrung sammeln dürfen.

Eine besonders konstruktive Kritik von damals ist ihnen im Gedächtnis geblieben, als ein Zuschauer auf sie zuging: „War alles schon richtig gut. Jetzt nur noch ein bisschen Wums.“ Dort gewannen sie trotz aller Vorbereitung auch die Erkenntnis, dass man spontan reagieren muss.

„Es gibt zwei Wege, sein Notenbuch zu füllen“, sagt Jan Rensing. „Zum einen spielt man das, was man selbst spielen möchte und zum anderen auch, was das Publikum gern hört.“ Angesichts ihrer jungen Bandgeschichte ist auf diese Weise bereits eine beachtliche Repertoire-Sammlung zusammengekommen. Michael Ostendorf sieht nur schmunzelnd ein Manko. „Wir haben einfach zu viele Finalsongs für einen Abend.“

Kleine Person – große klare Stimme. Ungeachtet ihrer 164 Zentimeter Körpergröße strahlt Elena Möllenkotte das Versprechen aus, sich von der männlichen Dominanz keinesfalls unterkriegen zu lassen. Bei der Probe wird schnell klar, Humor beherrscht die Runde und Freude am Ausprobieren. „Wir proben meist mindestens bis Mitternacht“, sagt Moritz Meier. „Simon ist immer als Erster da und spielt schon die ersten Töne“, ergänzt Elena Möllenkotte.

Besonders ist, dass alle Bandmitglieder Gesangsparts übernehmen. Während die Frontsängerin die Hälfte der Parts übernimmt, teilt sich die andere Hälfte unter den Jungs auf.

Am morgigen Samstag sind die Red Lines auf dem Freibad-Gelände anlässlich des Grillevents ab etwa 18 Uhr zu hören. Anlässlich des guten Zwecks spielen sie ohne Gage.

Jan Rensing, der neben den Drums auch die Manager-Aufgabe übernommen hat, freut sich schon aufs leckere Essen. „Das Open-Air-Gefühl ist etwas ganz Besonderes. Auch für uns als Band“, sagt Elena Möllenkotte. „Es ist ein großer Auftritt vor vielen Alstättern. Wir freuen uns sehr über diese Chance“, betont Moritz Meier.

Die Gäste können am morgigen Samstag von 14 bis 18 Uhr im Alstätter Freibad die Produkte der mehr als zehn teilnehmenden Teams verköstigen. Jede Portion kostet 1,50 Euro. Dafür erhalten die Gäste Bewertungschips, die sie an die Teams verteilen dürfen. Die Gruppe mit den meisten Chips hat das Alstätter Grillevent gewonnen.

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