Grundschule in Alstätte
Kinder erschaffen Kunstwerke

Alstätte -

„Die Kinder sind nicht nur die Gastgeber, sie sind heute die Hauptpersonen“, erklärte Beda Lassernig am Dienstag zu Beginn der Kunstausstellung in der Katharinenschule. Fast ein Jahr hatten Schüler des dritten und vierten Jahrgangs intensiv mit der Künstlerin Sabine Swoboda zusammengearbeitet. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde präsentierten sie nun ihre Werke.

Mittwoch, 14.06.2017, 17:06 Uhr

Die Schüler des dritten und vierten Jahrgangs präsentierten mit der Künstlerin Sabine Swoboda ihre Werke in der Aula der Katharinenschule.
Die Schüler des dritten und vierten Jahrgangs präsentierten mit der Künstlerin Sabine Swoboda ihre Werke in der Aula der Katharinenschule. Foto: Monika Haget

Es war eine bunte Vielfalt, die die Gäste betrachten konnten. Zu sehen gab es Malereien, die mit einfachen Drucktechniken kombiniert worden waren. Die Künstlerin hatte dafür Materialien aus Indien mitgebracht, unter anderem Siebe, die dort in der Textilindustrie verwendet werden. Auch Holzstempel und Klebeband kamen während des Projekts zum Einsatz. Gearbeitet haben die Schüler auf Karton, aber auch auf und hinter Glas.

Im Gespräch mit Rektorin Beda Lassering gab Frederik zu, dass er anfangs keine große Lust hatte, am Projekt mitzuarbeiten. „Aber wenn man dann richtig bei der Sache ist, macht es ganz viel Spaß“, sagte er. „Manche Erwachsene denken beim Anblick der Bilder vielleicht ‚Ist das wirklich Kunst?‘. Aber dann sollen sie bedenken, dass sie mit viel Liebe und Freude gemacht worden sind und dass auch Kinder Kunst erschaffen können“, so Frederik.

Diese Worte griff Swoboda auf, indem sie Picasso zitierte: „Als Kind wollte ich malen wie ein Erwachsener, als Erwachsener wollte ich malen wie ein Kind.“ Es sei nicht sinnvoll, nach Perfektion zu streben, sagte sie, vielmehr solle ein Werk stets von Emotionen getragen werden, die von innen kommen. Dabei spiele die eigene Kreativität eine große Rolle, sie schule zudem das ästhetische Empfinden. „Die Kinder können richtig stolz sein auf das, was sie geschaffen haben“, lobte sie die jungen Künstler. „Ich weiß gar nicht, ob ihnen immer bewusst war, welch großartige Leistung sie vollbracht haben. Wenn ich nicht schon so viele Bilder zu Hause hätte, würde ich mir einige kaufen.“

Dabei verriet Swoboda, dass auch sie zunächst nicht begeistert war, als die Anfrage von der Rektorin kam. Im Nachhinein könne sie aber sagen: „Ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut.“

Lassernig dankte Swoboda für ihr Engagement, bei dem sie alles aus den Kindern herausgekitzelt habe. Einen besonderen Dank richtete sie auch an Christa Frenker-Hackfort von der OGS, die das Projekt begleitet hat.

► Bis zum 1. Juli sind die Bilder in der Katharinenschule zu sehen, danach werden sie in der Volksbank Alstätte ausgestellt.

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