Kita-Finanzierung
1,26 Millionen Euro für Kinder

ahaus -

Aus dem 500-Millionen-Euro-Topf der Landesregierung zur Kita-Träger-Rettung fließen gut 1,26 Millionen Euro nach Ahaus. Diese Summe nannte jetzt der Fachbereich Jugend der Stadt.

Dienstag, 28.11.2017, 06:11 Uhr

Die Gelder der Landesregierung will die Stadt Ahaus nutzen, um damit Defizite in ihren Kindertageseinrichtungen abzudecken.
Die Gelder der Landesregierung will die Stadt Ahaus nutzen, um damit Defizite in ihren Kindertageseinrichtungen abzudecken. Foto: dpa

Der Anteil der Stadt als Träger von vier städtischen Kindertageseinrichtungen wird dabei rund 200 000 Euro betragen. Mittel gehen unter anderem an die Katholische Kirche als größten Einrichtungsträger, an das DRK , an die Berufsbildungsbildungsstätte und die Diakonische Stiftung Wittekindshof.

Die Gelder können zum Beispiel zur Deckung von Personalkosten oder für Mieten oder Sachkosten genutzt werden. Möglich sind damit auch Investitionen.

Die Stadt wird die Mittel zur Defizitabdeckung einsetzen. „Auch in den vier städtischen Einrichtungen ist die finanzielle Situation durch den zusätzlichen Platzausbau und die steigenden Personalkosten in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden“, heißt es von Fabian Wellers aus dem Büro der Bürgermeisterin. Darüber hinaus seien an der Kita Villa Kunterbunt größere Sanierungsmaßnahmen nötig.

Wann der DRK-Kreisverband das Geld erhält, dazu äußerte sich Dirk Holz , stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Kinder, Jugend und Inklusion: „Da das Gesetz gerade erst verabschiedet wurde, warten wir noch auf die Durchführungsverordnung.“ Dann könne das DRK die finanziellen Auswirkungen im Einzelnen betrachten. Dirk Holz: „Wir werden die Mittel benötigen, um laufende Kosten der einzelnen Einrichtungen zu finanzieren.“ So seien zum Beispiel Tarifsteigerungen durch die Pauschalen häufig nicht mehr gedeckt. Holz auf Nachfrage weiter: „Im Laufe der Jahre wird so die Schere zwischen den Lohnausgaben und den Zuschüssen nach dem Kinderbildungsgesetz immer größer. Es wäre wünschenswert, wenn die Zuschüsse den tatsächlichen Ausgaben entsprechen würden.“

Das DRK betreibt in Ahaus zwei Kindertagesstätten. Geplant ist, die Kita Burg Funkelstein in Ottenstein um eine dritte Gruppe zu erweitern.

Dass die Kita-Finanzierungsstruktur nicht auskömmlich ist, sieht auch die Stadt so. Eine Neuausrichtung sei überfällig. Fabian Wellers: „Seit Jahren unterstützt die Stadt die örtlichen Träger mit freiwilligen Betriebskosten- und Investitionszuschüssen.“

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