„Der beste Chor im Westen“: Rudelgucken im Schneetreiben
Young Voices stehen im Finale

Alstätte -

Sie haben es geschafft: Die Young Voices stehen im Finale des vom WDR ausgerichteten Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“. Einige Hundert Alstätter fieberten beim live ausgestrahlten Halbfinale auf dem Alstätter Kirchplatz mit, wo sie das Geschehen aus Köln auf einer großen Videowand verfolgten.

Samstag, 09.12.2017, 15:12 Uhr

Mitfiebern im Schneetreiben: Auf dem Kirchplatz kamen Alstätter zum Rudelgucken zusammen und im die Young Voices aus der Ferne anzufeuern.
Mitfiebern im Schneetreiben: Auf dem Kirchplatz kamen Alstätter zum Rudelgucken zusammen und im die Young Voices aus der Ferne anzufeuern. Foto: Martin Borck

Kurz vor der Übertragung aus dem Studio in Köln-Bocklemünd beginnt es am Freitagabend in Alstätte zu schneien. Das hält aber die Fans nicht davon ab, gemeinsam und in erwartungsvoller Spannung dem Auftritt des Frauenchors entgegenzufiebern.

Zum Glück brauchen sie nicht lange zu warten: Die Young Voices treten als erster Chor auf. Erfahrungsgemäß nicht gerade ein Vorteil, wenn das Fernseh-Publikum über Erfolg oder Misserfolg abstimmen soll. Doch wie bislang scheinen sich die Sängerinnen von überhaupt nichts verrückt machen zu lassen. Als einzige Extravaganz tragen sie lange Handschuhe mit Pailletten – doch die große Authentizität des Chors beim Vortrag von „Sweet dreams are made of . . .“ ist wieder mal mehr wert als jeder Glitzerfaktor.

Der Applaus im Studio von den mitgereisten Fans ist groß – größer aber noch der des Publikums vor der großen Leinwand auf dem Kirchplatz. Die Wertungen der Jury werden je nach Ausrichtung beklatscht oder ausgebuht. Die Kritik an der Aussprache des Englischen kommt beim Publikum nicht gut an.

Der Schneefall lässt zwar langsam nach, doch die Kälte vertreibt im Anschluss etliche Besucher in die umliegenden Gaststätten. Ein großer harter Kern jedoch verfolgt die Sendung weiter im Freien. „Meinst du, dass die eine Chance haben?“, fragt Hannes ter Huurne gespannt. Die Konkurrenz ist schließlich nicht ohne. Und kann sich beim Telefonvoting ein kleiner Ort wie Alstätte gegen Teilnehmer aus Großstädten durchsetzen? Doch die Young Voices bekommen Schützenhilfe. „Stimmt für unsere Freunde aus Alstätte!“, postet beispielsweise der Chor Taktvoll aus Wessum auf Facebook. Eine faire Geste.

Voll wird es dann wieder als es zur Telefon-Abstimmung kommt. Jeder hat ein Handy parat und tippt sich die Finger wund, um die Alstätterinnen zu unterstützen. Die Anspannung löst sich gut zehn Minuten später bei der Bekanntgabe der fünf Finalisten: Als erster Teilnehmer werden die Young Voices genannt – was bei den Besuchern auf dem Kirchplatz erwartungsgemäß großen Jubel auslöst.

Jana Termathe ist mit zwei Freundinnen vor Ort und freut sich über den Einzug ins Finale: „Vier Sängerinnen sind in unserer Mädelsclique“, sagt sie. Sie kennen aber deutlich mehr der Sängerinnen. „50 bestimmt.“

Am Samstag wird schon wieder gedreht in Alstätte. Ein Kamerateam des WDR macht Einspieler für das Finale, das wiederum live ausgestrahlt wird. Am kommenden Freitagabend wird sich zeigen, ob die Young Voices wirklich der beste Chor im Westen sind. Das Zeug dazu haben sie.

Public Viewing im Schnee: Alstätte guckt Young Voices

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  • Sie haben es geschafft: Die Young Voices aus Alstätte stehen im Finale des vom WDR ausgerichteten Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“. Einige Hundert Alstätter fieberten beim live ausgestrahlten Halbfinale auf dem Kirchplatz mit, wo sie das Geschehen aus Köln auf eine großen Videowand verfolgten – zeitweise im heftigem Schneetreiben. Bei der Abstimmung wurden die Handys gezückt. Als der Finalanzug der Young Voices feststand, war der Jubel groß. Am kommenden Freitag ist das Finale, das erneute live übertragen wird. Foto: Martin Borck
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  • Sie haben es geschafft: Die Young Voices aus Alstätte stehen im Finale des vom WDR ausgerichteten Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“. Einige Hundert Alstätter fieberten beim live ausgestrahlten Halbfinale auf dem Kirchplatz mit, wo sie das Geschehen aus Köln auf eine großen Videowand verfolgten – zeitweise im heftigem Schneetreiben. Bei der Abstimmung wurden die Handys gezückt. Als der Finalanzug der Young Voices feststand, war der Jubel groß. Am kommenden Freitag ist das Finale, das erneute live übertragen wird. Foto: Martin Borck
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