Gemeinschaftskonzert Musik, die nie verklingt
Volle Konzentration – voller Erfolg

Alstätte -

Zack: Der Einsatz zum „Einzugsmarsch“ von Johann Strauss (Sohn) stand wie ‘ne Eins: 82 Musiker saßen auf der Bühne – und der Auftakt hörte sich an wie aus einem Guss. Ein fulminantes Stück Musik. Wie sich volle Konzentration auf das Gelingen eines Vorhabens auswirkt – der Musikverein Alstätte zeigte am Samstagabend, wie das geht.

Montag, 19.03.2018, 06:03 Uhr

Der Musikverein Alstätte überzeugte erneut mit einem grandiosen Klangerlebnis.
Der Musikverein Alstätte überzeugte erneut mit einem grandiosen Klangerlebnis. Foto: M

Zum 42. Mal fand das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“ statt. Zum zweiten Mal im Kulturquadrat Ahaus, das hervorragende Bedingungen für die Veranstaltung bot. Den Ausschlag für den Erfolg des Abends gaben jedoch die Mitwirkenden.

Musikverein-Vorsitzender Hannes ter Huurne stellte Benedikt Johannes Bengfort vor, de durch das Programm führte. Er löste Ludger Gesenhues ab, der nach 20 Jahren Moderation den Wunsch geäußert hatte, wieder unter den Musikern Platz zu nehmen. Mit viel Humor führte Bengfort durch das Programm.

Und das hatte es in sich: Ein wunderbares Arrangement von James Barnes aus der Gershwin-Oper „Porgy and Bess“ setzte Akzente: Wie die Musiker die Jazz- Harmonik beherrschten, wie die gestopfte Trompete bei „It ain‘t neccessarily so“ growlte, wie sich die Soloinstrumente und das Orchester gegenseitig umkreisten, wie aus dem im Original trägen „Summertime“ eine latin-flott durchrhythmisierte Passage wurde – das hatte einfach Klasse.

Welche Nachwuchs-Talente im Orchester stecken, zeigte sich bei „Tequini“. Michael Eing und Hendrik Weiß lieferten sich einen Wettkampf auf den Trompeten. Sauber intoniert, mit lässiger Sicherheit dargeboten – der Sonderapplaus und der hochgereckte Daumen von Dirigent Ludger Niemeier war ihnen sicher.

Auch die unterschiedlichen Charakteristika der Musik aus dem Film „Die Maske des Zorro“ interpretierten die Musiker hervorragend.

Ludger Niemeier ist ein Fan des Komponisten Leroy Andersen. Der schreibt eingängige Musik – die aber durchaus Herausforderungen an die Ausführenden stellt. Anderson liebt es, ungewöhnliche Instrumente wie Schreibmaschinen oder Schleifpapier aufzunehmen, so wie beim „Sandpaper Ballet“. Der Dirigent sowie Martin ter Huurne und Henning Sluimann – allesamt in Anstreicherkluft – sorgten für viele Lacher.

„Spain“, die rhythmisch vertrackte und dann wieder majestätisch dahinfließende Komposition Chick Coreas, brachte erneut Schwung in die Halle, während sich im Song „Over the Rainbow“ die Harmonien ruhig entfalteten.

Das brasilianisch angehauchte „Ipanema Playa“ vermittelte einen entspannenden Eindruck – während beim finalen Stück des Musikvereins, „The Sound of Ireland“, neben mystischen Klängen und dem pompösen „Auld lang syne“ vor grün angeleuchteten Bühnenhintergrund auch die mitreißende Tanzmusik Irlands präsentiert wurde. Im Original von „Lord of the Dance“ steppen Tänzerinnen und Tänzer – beim Musikverein sorgten die Drummer für entsprechendes perkussives Feuerwerk, während die Bläser aufpassen mussten, sich angesichts des hohen Tempos nicht die Finger zu verrenken.

Der Männergesangverein Eintracht unter Leitung von Paul Kempers steuerte das eindringliche russische Kirchenlied „Armin“ bei, dem ein Medley von Spirituals folgte. Das mündete in einem aufrüttelndem Ruf nach Freiheit.

Dass Frauen bei Männern vor allem den „Tiefgang“ schätzen, erfuhr das Publikum im gleichnamigen, geistreichen Lied der Wise Guys („Oh yeah!“). Mit einem Prosit auf die Musik schlossen die Männer ihren Auftritt an: Das schwungvolle Chianti-Lied versetzte das Publikum in die 50re-Jahre zurück, als Italien zum Sehnsuchtsort für viele Deutsche wurde.

Toll gemacht.

Die Sängerinnen von „For Pleasure“ bereicherten den Konzertabend mit dem Stück „Baba Yetu“, auf das sie während der Übertragung vom „Besten Chor im Westen“ gestoßen waren. Das lebhafte Stück kam bei den Zuhörern sehr gut an. Herbert Grönemeyers bedeutungsschweres Lied „Halt mich“ interpretierten die Sängerinnen unter Leitung von Marion Röber mit viel Gefühl. Der mitreißende niederländische Partyknaller „Het is een Nacht“ van Guus Meeuwis bildete den Abschluss des Vortrags von „For Pleasure“, die ihrem Namen alle Ehre machten.

Fazit: Die Alstätter sind ein Garant für musikalische Qualität.

Musik, die nie verklingt 2018

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  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
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  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
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  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
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  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
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  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
  • Der Musikverein Alstätte, der Männergesangverein und der Frauenchor „For Pleasure“ gestalteten am Samstagabend im Kulturquadrat Ahaus das Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“. Foto: Martin Borck
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