Aquahaus Ahaus
Preise steigen um 2,5 Prozent

Ahaus -

Es ist die dritte Preiserhöhung innerhalb von drei Jahren: Die Eintrittspreise für das Kombibad Aquahaus werden zum 1. Mai, mit Beginn der Freibadsaison, angehoben. Die Preissteigerung beträgt rund 2,5 Prozent. Zwei Beispiele: Eine Erwachsenen-Monatskarte kostet statt 47,30 Euro künftig 48,50 Euro. Der Preis für die Familien-Einzelkarte steigt von 9,40 Euro auf 9,60 Euro.

Dienstag, 27.03.2018, 05:03 Uhr

Das Aquahaus in Unterortwick wird auch von vielen Kindern und Jugendlichen gerne genutzt. Mit dem Beginn der Freibad-Saison steigen die Eintrittspreise um 2,5 Prozent.
Das Aquahaus in Unterortwick wird auch von vielen Kindern und Jugendlichen gerne genutzt. Mit dem Beginn der Freibad-Saison steigen die Eintrittspreise um 2,5 Prozent. Foto: Aquahaus

Die Anpassung liege im unteren Bereich der durchschnittlichen Kostensteigerung der Betriebsaufwendungen und Energiekosten, erklärte Erster Beigeordneter Hans-Georg Althoff in der jüngsten Ratssitzung. „Jeder Besucher wird durchschnittlich mit einem Betrag zwischen sechs und sieben Euro bezuschusst.“ Der Betrieb eines Bades sei ein hochdefizitäres Geschäft.

2016 votierte der Rat für eine Preisanhebung um zehn Prozent, 2017 für eine Steigerung um 7,5 Prozent. Mit der erneuten Anhebung sei die Schmerzgrenze für die Besucher erreicht, sagte Grünen-Ratsmitglied Dietmar Eisele. Bei relativ gleichbleibenden Besucherzahlen in den vergangenen Jahren belaste man gerade diejenigen, die dem Bad trotz Preissteigerungen die Treue halten würden.

Die Antwort von Hans-Georg Althoff: „Das ist eine Grundsatzdiskussion, ob bei einer Preisanhebung weniger Besucher kommen, unabhängig davon, ob die Sonne scheint.“ Für Ahaus könne das in der Vergangenheit nicht festgestellt werden.

Reinhard Horst (FDP) hielt die Preissteigerung für moderat: „Wir liegen bei den Preisen unter denen der Bäder in der Umgebung.“ Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp sprach von einer moderaten Anhebung. Der Christdemokrat berichtete, dass es Bemühungen gebe, für das Aquahaus Einnahmequellen zu erschließen und Kosten zu sparen: „Der Zuschuss mit über sechs Euro pro Besucher ist nach wie vor hoch.“

Bis auf die Grünen-Ratsmitglieder stimmte der Rat für die Erhöhung der Eintrittspreise.

Kommentar:

Zum dritten Mal in drei Jahren werden die Preise für das Aquahaus erhöht. Dieses Mal um 2,5 Prozent. Die Grünen sprechen vom Erreichen der Schmerzgrenze für die Bürger. Schlecht gebrüllt, Löwe!

Es gibt drei Möglichkeiten, mit einem hochdefizitären Bad umzugehen, dessen Kosten schon wegen höherer Strom- und Energiekosten steigen: den kommunalen Anteil erhöhen, das Bad schließen oder die Preise anheben.

Die Verantwortlichen haben sich für das Anheben der Eintrittspreise entschieden – und zwar so moderat, dass die Kommune dennoch das Defizit mit jährlich etwa 1,3 Millionen Euro ausgleichen muss. Jeder der in diesem Jahr erwarteten 200 000 Besucher wird mit 6,18 Euro subventioniert.

Die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr in Deutschland bei 1,8 Prozent. Bleibt also noch eine inflationsbereinigte Erhöhung von 0,7 Prozent. Wer da von Schmerzgrenze spricht, muss auch sagen, wo das Geld herkommen soll. Rupert Joemann

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