Ottensteiner Kirchturmfest
Von oben und unten dicht machen

Ottenstein -

Der Putz bröckelt an einigen Stellen von den Wänden. Wasserflecken sind am Fuße des kleinen Altars zu erkennen. Die Marienkapelle auf dem Friedhof muss dringend saniert werden. Die Planungen der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Alstätte und Ottenstein dazu laufen bereits.

Dienstag, 17.04.2018, 06:04 Uhr

Planen die Renovierung der Marienkapelle: (v.l.) Franz-Josef Gerwing (Küster), Marco Abbing (Kirchenvorstand), Bernhard Terhaar (Haushaltsbeauftragter) und Georg Garming (Kirchenvorstand).
Planen die Renovierung der Marienkapelle: (v.l.) Franz-Josef Gerwing (Küster), Marco Abbing (Kirchenvorstand), Bernhard Terhaar (Haushaltsbeauftragter) und Georg Garming (Kirchenvorstand). Foto: Joemann

Am Sonntag (22. April) soll beim Ottensteiner Kirchturmfest ein finanzieller Grundstock für den Eigenanteil der Kirchengemeinde gelegt werden.

Beim Kirchturmfest engagieren sich auch zahlreiche Alstätter. So wie es im vergangenen Jahr die Ottensteiner beim Alstättter Pfarrfest getan haben. Über die gut funktionierende, ortsübergreifende Hilfe freuen sich die Organisatoren der fusionierten Kirchengemeinde. Da wirke sich die Fusion positiv aus, so Georg Garming, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

Die Renovierung soll in zwei Etappen erfolgen. In diesem Jahr soll das Dach der 1791 erbauten Marienkapelle erneuert werden. Im kommenden Jahr sollen die vom Boden ausgehenden Feuchtigkeitsschäden mit einer Sperrschicht abgestellt werden.

30 000 Euro für die neue Dacheindeckung hat die Bezirksregierung Münster den Ottensteinern bereits in Aussicht gestellt. Die Kirchengemeinde wartet jetzt noch auf den offiziellen Förderbescheid für die Denkmalförderung. Die genaue Höhe der Gesamtkosten können die Verantwortlichen noch nicht beziffern.

„Der Dachstuhl kann erhalten bleiben. Es müssen aber einige Teile ausgetauscht werden“, sagt Marco Abbing, im Kirchenvorstand unter anderem zuständig für Bautätigkeiten. Dagegen muss der Schiefer auf dem Dach ausgetauscht werden.

In einem zweiten Schritt soll nach Möglichkeit 2019 dafür gesorgt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr vom Boden ins Gemäuer einzieht. Die Schäden sind in der Marienkapelle an vielen Stellen sichtbar.

Der Fußboden soll komplett getauscht werden. „Der Boden ist nicht denkmalwürdig“, betont Küster und Geschichtsexperte Franz-Josef Gerwing. Der sei 1954 verlegt worden. Unter dem Mauerwerk will die Kirchengemeinde eine Sperrschicht einbringen, um so das Aufsteigen der Feuchtigkeit zu verhindern.

Bereits 1980 hat es schon Versuche gegeben, das Problem in den Griff zu bekommen. „Damals hat man zur chemischen Keule gegriffen“, sagt Marco Abbing. Mit offensichtlich bescheidenem Erfolg. Das soll dieses Mal anders werden.

An den Kosten beteiligt sich neben der Kirchengemeinde und der Bezirksregierung auch noch das Bistum.

Der Erlös des Kirchturmfestes ist ein wichtiger Faktor für den Eigenanteil der Kirchengemeinde. Das üblicherweise alle vier Jahre stattfindende Fest wird vom Pfarreirat unter der Federführung von Ursula Schönebeck und ihrem Team organisiert. Eigentlich hätte das Kirchturmfest schon im vergangenen Jahr angestanden, jedoch tauschte man mit dem Alstätter Pfarrfest die Termine. Denn im vergangenen Jahr benötigten die Alstätter Einnahmen für den Bau der neuen Aussegnungshalle.

Das ganztägige Kirchturmfest beginnt am Sonntag nach dem 10.30-Uhr-Hochamt. Sämtliche Ottensteiner Vereine beteiligen sich am bunten Programm. Entweder bieten sie Verzehrstände oder präsentieren ihr Angebot. Der Musikzug der Feuerwehr gibt ein Konzert, die Feuerwehr lädt zu Rundfahrten ein. Es werden auch Führungen im Kirchturm bis hinauf zu den Glocken angeboten. In der Kirche werden Votivgaben der Marienkapelle ausgestellt.

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