Ausschuss entscheidet
Sportstätten dürfen Namen von Sponsoren tragen

Ahaus -

Die Aussprache war kurz, das Ergebnis eindeutig: Der Sportausschuss empfahl in seiner jüngsten Sitzung dem Rat einstimmig, Eintracht Ahaus das Recht zur Namensvergabe für die Sportstätte im Stadtpark einzuräumen. Wenn der Rat dem Votum folgt, wird die Sportanlage für die nächsten zehn Jahre zur „Augenklinik Ahaus Arena“.

Dienstag, 17.04.2018, 18:04 Uhr

Die Augenklinik ist bereit, als Trikotwerbepartner und als Namensgeber für den Stadtpark einen finanziellen Beitrag an den Verein zu leisten. „Es gibt genügend Beispiele rund um Ahaus, dass Sportstätten Namen von Sponsoren tragen“, erklärte Fachbereichsleiter Reinhold Benning. „Ohne Sponsoring geht heute im Sport nichts mehr.“ Da es sich um ein Novum für Ahaus handele, so formulierte es die Ausschussvorsitzende Beatrix Wantia, sei es ratsam, auf politischer Ebene eine grundsätzliche Entscheidung herbeizuführen. Die Verwaltung hatte dem Ausschuss dazu eine Richtlinie über die Vergabe von Namensrechten an Sportstätten vorgelegt.

Diese regelt unter anderem, dass neue Namensbezeichnungen als Bestandteile keine alkoholischen Getränke, Tabakwaren und sonstige Suchtmittel, sittenwidrige oder ähnliche Artikel oder Dienstleistungen, noch den Namen lebender Personen, politische, religiöse oder weltanschauliche Organisationen enthalten dürfen.

Erzielt ein Verein ein Sponsorenentgelt von mehr als 10 000 Euro jährlich, ist durch die zuständigen städtischen Gremien zu beschließen, „ob und in welcher Höhe seitens des Vereins an die Stadt Ahaus ein Entgelt zu zahlen ist“.

Wolfgang Reinert (Stadtsportverband) begrüßte es, dass dem organisierten Sport die Möglichkeit gegeben werde, alle Arten von Sponsoring in Anspruch zu nehmen, „wenn sie die Chance dazu haben“. So blieb zum Schluss im Sportausschuss nur noch eine Frage zu klären: Muss die Stadt aufgrund der Namensänderung Straßenschilder tauschen? Die Antwort des Beigeordneten Werner Leuker: „Im Internet sind sicher gewisse Dinge zu verändern. Aber es ist kein erheblicher finanzieller Aufwand, über den wir nachdenken müssten.“

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