Energiegenossenschaft kann schwarze Zahlen vermelden
Windräder liefern guten Ertrag

Ahaus -

Rund um Ahaus drehen sich die Windräder und die Mitglieder der Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden können sich die Hände reiben: Obwohl die Genossenschaft noch mitten in der Investitionsphase ist, kann sie schon schwarze Zahlen vermelden – wenn auch noch sehr kleine: 74,87 Euro Jahresüberschuss verbuchte die Genossenschaft 2017.

Freitag, 15.06.2018, 18:27 Uhr

Vorstand und Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft sind zufrieden mit den Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr.
Vorstand und Aufsichtsrat der Energiegenossenschaft sind zufrieden mit den Ergebnissen für das vergangene Geschäftsjahr. Foto: Stephan Teine

Auch das im Oktober abgebrannte Windrad in Quantwick konnte die gute Laune bei der Generalversammlung der Genossenschaft nicht mindern: Die Anlage war noch nicht an die Genossenschaft übergeben. Ein Fall für die Versicherung.

Auch um die Einspeisevergütung müssen sich die Genossen keine Gedanken machen: Sie wird auf Grundlage der ersten Inbetriebnahme berechnet. Auch da entsteht also kein Verlust. Voraussichtlich am 30. Juni soll die neue Anlage ans Netz gehen.

215 der 952 Mitglieder waren zur Generalversammlung erschienen, um dort an den Entscheidungen mitzuwirken. Und es herrschte große Einstimmigkeit: Ob bei der Entlastung des Vorstands, der Verwendung des Jahresüberschusses, der Neu- und Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder – es gab keine Gegenstimmen.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratsmitgliedern Heiner Hollekamp und Christa Feldkamp, die turnusgemäß aus ihrem Amt ausschieden und wiedergewählt wurden, wählte die Versammlung ein siebtes Aufsichtsratsmitglied: Der Legdener Heinz Kroschner ergänzt das Gremium ab sofort. So soll die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden. Gleichzeitig können so die Belange der Legdener und Asbecker Genossenschaftsmitglieder klarer abgebildet werden.

Strom aus 18 Windkraftanlagen fließt durch Beteiligungen, Pooling und drei eigene Anlagen: Ein rechnerischer Strombedarf für 19 389 Haushalte konnte so bisher produziert werden. „Wir sind freudig überrascht, dass alle Anlagen wie geplant in Betrieb sind“, sagte Karl-Heinz Siekhaus, Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Er blickte positiv gestimmt in die Zukunft: Die Windleistung der Anlagen liegt deutlich oberhalb der kalkulierten Werte.

Von den ursprünglich 15 300 vorhandenen Anteilen sind inzwischen 13 828 gezeichnet. Alle Einwohner und Unternehmen aus Ahaus, Heek und Legden, sowie alle, die in diesen Orten arbeiten, können sich also noch an der Genossenschaft beteiligen. 

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