Maria-Hilf schließt Station
Geburtshilfe am St.-Marien-Krankenhaus Ahaus soll gestärkt werden

Stadtlohn/Ahaus -

Die Gynäkologie/Geburtshilfe im Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf schließt – voraussichtlich im ersten Quartal 2019. In Ahaus soll dafür eine große Abteilung entstehen. Das Klinikum Westmünsterland will die Geburtshilfe am St.-Marien-Krankenhaus Ahaus, das ebenfalls zum Klinikverbund gehört, bündeln.

Montag, 22.10.2018, 17:55 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 22.10.2018, 17:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 22.10.2018, 17:55 Uhr
Die Gynäkologie/Geburtshilfe im Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf schließt.
Die Gynäkologie/Geburtshilfe im Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf schließt. Foto: colourbox.de (Symbolbild)

„Aktuell erarbeitet eine standortübergreifende Arbeitsgruppe bestehend aus beiden Hebammenteams, den Kinderkrankenschwestern, den Ahauser Krankenhausärzten sowie den am Krankenhaus Stadtlohn tätigen Gynäkologen ein gemeinsames Konzept“, erklärte Pressesprecher Tobias Rodig am Montagnachmittag. Da die Planungen noch nicht abgeschlossen seien, erfolge die detaillierte Vorstellung des neuen Konzepts nach Fertigstellung durch die Arbeitsgruppe.

Das Zusammenlegen der beiden geburtshilflichen Abteilungen soll frühestens zum zweiten Quartal erfolgen. „Für ambulante Angebote in Stadtlohn vor und nach der Geburt wird auch nach der Zusammenlegung nach wie vor gesorgt sein. Werdende Familien können in gewohnter Umgebung Sprechstunden von Ärzten besuchen und Kontrolltermine wahrnehmen“, so Rodig.

Das Klinikum Westmünsterland habe sich zu diesem Schritt entschlossen, um den gerechtfertigten Forderungen der Politik hinsichtlich sachlicher und personeller Strukturen bereits heute entgegnen zu können, bevor das Handlungsgeschehen allein durch ökonomische Zwänge bestimmt werde, so Tobias Rodig.

„Wir machen aus zwei geburtshilflichen Abteilungen eine große Abteilung“, erklärte der Pressesprecher. „Dadurch, dass wir keine Doppelstrukturen mehr vorhalten, haben wir mehr Spielraum, um in Qualität, medizinische Infrastruktur und vor allem Personal zu investieren und so die Qualität in der Behandlung der Frauen und Neugeborenen zu erhöhen.“

Derzeit arbeiten sieben Hebammen sowie elf Kinderkrankenschwestern in Stadtlohn. Hinzu kommen vier Belegärzte. Zu betriebsbedingten Kündigungen wird es nicht geben. Vielmehr erhalten die Hebammen und Kinderkrankenschwestern Angebote, nach Ahaus zu wechseln. Wie sich die Situation der Belegärzte künftig darstellen wird, steht momentan nicht fest.

Im vergangenen Juni, zum Beitritt des Stadtlohner Krankenhauses zum Klinikum Westmünsterland, hatte Berthold te Vrügt vom Kuratorium der Stiftung Mari-Hilf erklärt, dass sich für die 850 Mitarbeiter nichts ändere. „Es ist keine Reduktion des bestehenden Personals an einem der sechs Standorte geplant.“

Das würde bedeuten, dass – da 22 Mitarbeiter künftig das Krankenhaus Maria-Hilf verlassen – mehr Mitarbeiter in einer bereits bestehenden oder neuen Abteilung arbeiten. Dazu wollte sich Tobias Rodig nicht äußern und verwies auf laufende Gespräche. Ende Oktober soll es dazu nähere Informationen geben.

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