Fotoarchiv des Heimatvereins wächst und wächst
Viele Stücke Alstätter Geschichte

Alstätte -

Jedes Foto hat seine eigene Geschichte. Aus den 1890er-Jahren sind die ersten Bilder im Archiv des Heimatvereins datiert. Und es kommen immer neue hinzu.

Samstag, 09.02.2019, 06:00 Uhr
Gehören zur Arbeitsgruppe Fotoauswertung des Alstätter Heimatvereins und blättern immer gerne in dem Ordner mit den alten Postkarten: (v.l.) Josef Rensing-Löhring (85), Irmgard Ibing (80), Gertrud Gesenhues (84) und Bernhard Wessendorf (81).
Gehören zur Arbeitsgruppe Fotoauswertung des Alstätter Heimatvereins und blättern immer gerne in dem Ordner mit den alten Postkarten: (v.l.) Josef Rensing-Löhring (85), Irmgard Ibing (80), Gertrud Gesenhues (84) und Bernhard Wessendorf (81). Foto: Mareike Meiring

Jedes Foto hat seine eigene Geschichte. Aus den 1890er-Jahren sind die ersten Bilder im Archiv des Heimatvereins datiert, das eine zeigt den Männergesangverein (MGV) in seiner Gründungsphase, das andere den Schützenverein Alstätte-Dorf mit dem König von 1891, Franz Wielens .

Zehn Jahre ist es her, dass sich einige Alstätterinnen und Alstätter in der Arbeitsgruppe Fotoauswertung des Heimatvereins zusammengetan haben, rund 10 000 Fotos haben sie seitdem ausgewertet und digitalisiert. „Es gab so viele Einzelarchive“, sagt Heinrich Holters , Vorsitzender des Heimatvereins. Diese wollten sie zusammenführen.

Und kommen die rund zehn Mitglieder der Arbeitsgruppe zusammen, sitzt geballtes Alstätter Wissen am Tisch. „Wir sind alles original Alstätter und waren immer unter Leuten“, sagt Irmgard Ibing und lacht. Das hilft, wenn sie versuchen, bestimmte Fotos in eine Zeit einzuordnen oder die Personen zu identifizieren, die dort abgebildet sind.

Alle Fotos werden gescannt, die Originale gehen dann direkt an die Besitzer zurück. Für die Digitalisierung nutzt Heinrich Holters Excel, dank einiger Programmierschritte lässt sich jedes Foto in wenigen Minuten in den Dateien wiederfinden. Die Fotos sind verschlagwortet, alle haben zusätzliche Informationen wie Jahr, Gruppe, Motiv, Personen, Quelle. Wenn Holters will, kann er mit wenigen Klicks die gesamten Fotos nach einem bestimmten Thema auswerten und separat speichern, gefiltert zum Beispiel nach Namen, Vereinen oder Ereignissen.

Zahlreiche Alstätter haben mittlerweile zum Erfolg des Archivs beigetragen. Das Archiv Schwiep ist mit integriert, ebenso wie Fotos von Willi Lammers und Heiner Sicking. Vor einigen Jahren haben sie zudem einen großen Fundus von Theo Rundmund bekommen. Und auch aus dem Schulleben hat der ehemalige Lehrer Theo Schmidt der Arbeitsgruppe einiges an Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu, zu tun hat die Arbeitsgruppe immer.

Neben den Fotos sammeln sie auch Postkarten, die Alstätte in verschiedenen Jahrzehnten zeigen. 140 davon haben sie mittlerweile, die ersten aus dem Jahr 1900, die letzten aus 1990. „Ich suche regelmäßig das Internet ab“, sagt Holters. Da sei man schnell mal zehn Euro für eine Karte los. Aber das sei gut investiertes Geld, sind sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe einig – und blättern derweil immer wieder interessiert durch die Mappe mit den Karten, die Heinrich Holters mit ins Heimathaus gebracht hat.

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