Schlachtfest des Alstätter Heimatvereins
Vom Schwein bleibt nichts übrig

Alstätte -

„Vull Glück mett’n Dooden!“, sagt Heinrich Holters, Vorsitzender des Heimatvereins Alstätte. Damit gibt er den offiziellen Startschuss für das Schlachtfest an Högers Hus. Im Rahmen der Veranstaltung geht es neben der Tradition vor allem um das fachgerechte Zerlegen und Verwursten des Fleisches – und den anschließenden Gaumenschmaus.

Sonntag, 10.02.2019, 17:00 Uhr
Metzger Norbert Frankemölle erklärt das Innenleben des Schweins.
Metzger Norbert Frankemölle erklärt das Innenleben des Schweins. Foto: Angelika Hoof

„Vull Glück mett’n Dooden!“, sagt Heinrich Holters , Vorsitzender des Heimatvereins Alstätte. Damit gibt er den offiziellen Startschuss für das Schlachtfest an Högers Hus, zu dem der Verein am Samstag eingeladen hatte. Das sei ein uralter Spruch, der früher bei Hausschlachtungen üblich gewesen sei, bevor das Schwein an eine Leiter gehängt wurde, erklärt Holters. Natürlich darf nun auch das obligatorische Schnäpschen für die beiden Metzger, Hubert Vortkamp und Norbert Frankemölle, nicht fehlen.

„Eigentlich ist das Wort Schlachtfest nicht ganz korrekt, da das Schwein im Vorfeld bereits geschlachtet wurde. Im Rahmen der Veranstaltung des Heimatvereins geht es vielmehr um das fachgerechte Zerlegen und Verwursten des Fleisches, das uns Landwirt Günter Wielens aus seiner Zucht zur Verfügung gestellt hat“, erläutert Alfons ter Huurne.

Während die Vorbereitung für die Weiterverarbeitung des Fleisches laufen, finden sich nun auch Jung und Alt vor dem Heimathaus ein, die das Spektakel miterleben wollen. „Mit dem Schlachtfest möchten wir an alte Traditionen anknüpfen und diesen Brauch wieder lebendig werden lassen“, nennt Heinrich Holters als Grund der Veranstaltung. Stürmischer Wind peitscht unter die Plane vor der Schlachtküche und sorgt auch dafür, dass sich der Qualm der wärmenden Feuerstellen auf dem Gelände verteilt. „Gleich sind wir auch geräuchert“, scherzt ein Alstätter. Doch das tut der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal die guten Feen des Heimatvereins dafür sorgen, dass es den Besuchern mit Kaffee und Glühwein oder Bier an nichts fehlt.

Bei den Besuchern sind auch einige Frauen, die sich interessiert das Innenleben der Sau betrachten. „Woher stammen die Lummer-, Stiel- und Nackenkoteletts? Aus welchem Fleisch kommt der Rollbraten? Woraus wird Mett und das Fleisch für die Bratwurst hergestellt? Wo ist das Mäuschen?“, erkundigen sich die Alstätterinnen. Fragen über Fragen, die Metzgermeister Hubert Vortkamp geduldig beantwortet, ehe sie zum Messer greifen und das 95 Kilo schwere Schwein fachgerecht in seine Einzelteile zerlegen.

Neben frisch angebratenen Speckscheiben und Schnitzeln aus der Pfanne, ist auch die Nachfrage nach knusprigem Nackenbraten mit Krautsalat, Gyros oder Koteletts groß. Zwischenzeitlich bereitet einer der Metzgermeister auch schon einen mit Pflaumen gefüllten Braten und einen Rollbraten vor. Während diese im Backofen mehrere Stunden langsam vor sich hin schmurgeln, werden Fleischstücke durch den Fleischwolf gedreht, um daraus Mett, Bratwurst und Frikadellen zu machen, die schließlich auch in gemütlicher Runde eifrig verzehrt werden.

Bis auf vier Kilo Schinken, die bei Bauersfrau Luzia Wigber in Salz eingelegt werden, ist am Ende der Veranstaltung vom Schwein nichts mehr übrig.

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