Löschzug Alstätte richtet Leistungsnachweis für den Kreis aus
700 Wehrleute „pilgern“ ins Dorf

Alstätte -

Zu 60 Einsätzen ist die Freiwillige Feuerwehr Alstätte im vergangenen Jahr gerufen worden. Das gab Löschzugführer Tobias Asbeck während der jüngsten Jahreshauptversammlung im Alten Gasthof Bredeck-Bakker in seinem Jahresbericht bekannt.

Montag, 11.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 15:54 Uhr
Die neuen und beförderten Mitglieder stellten sich mit (l.) dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Dirk Honekamp (l.) und Löschzugführer Tobias Asbeck (2.v.l.) für ein Foto auf.
Die neuen und beförderten Mitglieder stellten sich mit (l.) dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Dirk Honekamp (l.) und Löschzugführer Tobias Asbeck (2.v.l.) für ein Foto auf. Foto: Monika Haget

Neben mehreren Klein- und Großbränden seien auch technische Hilfeleistungen vonnöten gewesen. Dass diese sehr vielschichtig sind, zeigte die Beschreibung der Einsätze. Umgestürzte Bäume von der Straße entfernen, Beseitigung von Ölspuren, Hilfe bei Wasserrohrbrüchen oder eingeklemmte Verletzte nach einem Autounfall aus dem Fahrzeug befreien, gehörten im vergangenen Jahr mehrfach dazu.

63 Kameraden sind zur Zeit in Alstätte aktiv, fünf konnten neu aufgenommen werden, eine junge Frau wird in Kürze mit der Ausbildung beginnen. Asbeck erklärte, dass 34 Personen Atemschutzgeräteträger seien. Ein Schwerpunktthema in diesem Jahr sei die Ausarbeitung eines neuen Atemschutzkonzeptes sowie eines neuen Funkkonzeptes. Diesbezüglich seien bereits Arbeitskreise gebildet worden. Auch um das Fahrsicherheitstraining will sich der Löschzug verstärkt kümmern sowie die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren Haaksbergen und Vreden intensivieren.

Asbeck gab anschließend einige Details zu verschiedenen Veranstaltungen bekannt. Das Osterfeuer, das von der Feuerwehr betreut wird, soll in diesem Jahr hinter der Hofstelle Wigber abbrennen. Auf dem bisherigen Grundstück an der Aa befindet sich jetzt ein Regenrückhaltebecken. Am 1. September findet der Leistungsnachweis in Alstätte statt. Dazu werden rund 700 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreis Borken erwartet, dazu kämen erfahrungsgemäß etwa 300 Zuschauer. „Solch eine Großveranstaltung verlangt eine umfangreiche Planung“, so Asbeck, aber man sei auf einem guten Weg.

Im kommenden Jahr besteht der Löschzug Alstätte 100 Jahre, am 21. August soll das Jubiläum gefeiert werden. An einem Festbuch arbeitet Alfons ter Huurne bereits.

Nach den Ausführungen des Löschzugführers hielt Pastor Matthias Wiemeler eine kurze Ansprache. Er versicherte den Wehrleuten: „Seien sie gewiss, bei Ihren Einsätzen fährt immer einer mit, auch wenn man ihn nicht sieht.“

Ein letztes Mal bei der Versammlung zugegen war der Polizeibeamte Bernhard Heying. Er hatte seit 2011, nachdem er als Bezirksbeamter Alstätte zugeteilt worden war, stets alle Einsätze der Feuerwehr begleitet. „Ich war immer gerne bei euch, es war eine super Zusammenarbeit“, sagte Heying gerührt. Die Wehrmänner dankten ihm mit einem herzlichem Beifall.

Eine Spende von 1000 Euro überreichte Tobias Asbeck an Christa Hopp, stellvertretende Leiterin von Familie in Not. Diese erläuterte kurz, wofür das Geld verwendet wird. „Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter mit einem chronisch kranken Kind unterstützt. Durch die vielen Krankenhausaufenthalte mit Zug- und Busfahren war das Geld knapp.“

Bei jeder Versammlung und bei jedem Fest der Feuerwehr kommt die Sammelflasche für Familie in Not zum Einsatz. Dadurch konnten in den letzten fünf Jahren rund 10 000 Euro überwiesen werden. Dies verkündete Rafael Lösing in seinem Kassenbericht.

Hendrik Sicking bescheinigte ihm „eine tadellose Kassenführung“, so dass dem Vorstand Entlastung erteilt wurde. Neue Kassenprüfer wurden Jürgen Lobreyer und Thomas Gesenhues. Weitere Wahlen standen nicht auf der Tagesordnung.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister Dirk Honekamp überbrachte Grüße von der Stadt Ahaus. Die Versammlung zeigte sich enttäuscht, dass kein Stellvertreter der Stadt zugegen war, auch nicht der Ortsvorsteher. „Das ist das erste Mal, das gab es bisher noch nicht“, sagte Tobias Asbeck. Wegen der Großveranstaltung im September hatten die Wehrleute auf eine Unterstützung seitens der Stadt gehofft. Auch zum Bau eines neues Gerätehauses forderten die Alstätter eine Stellungnahme der Stadt ein.

Honekamp erklärte, ein neues Haus könne geplant werden, sobald es ein geeignetes Grundstück gebe, Vorschläge dazu könnten eingebracht werden. Für die Durchführung des Leistungsnachweises zollte er den Alstättern ausdrücklich seinen Respekt: „Das ist eine enorme Herausforderung, danke dafür.“

Im Laufe der Versammlung wurden mehrere Personen geehrt:

Für aktive Dienstzeit: Alfons ter Huurne (40 Jahre), Josef Kruthoff und Helmut Witte (35 Jahre), Martin Bösing, Jürgen Lobreyer und Frank Terhalle (25 Jahre). Letzterer wechselte aus gesundheitlichen Gründen in die Ehrenabteilung, Heinz Averbeck wechselte im 60. Lebensjahr ebenfalls.

Urkunden gab es für besondere Leistungsnachweise: Bronze: Marek Potrykus, Leon Rolfer, Jonas Heffler und Justus Ibing; Silber: Thomas Gesenhues; Gold: Jan Bernd Ibing, Kevin Terhürne, Jan-Heinrich Grotholt, Florian Heidemann und Mario Mönning; Gold mit rotem Hintergrund: Rafael LösingM Gold mit gelbem Hintergrund: Jürgen Lobreyer und Martin Bösing.

Zudem gab es einige Beförderungen: zum Feuerwehrmannanwärter: Marek Potrykus, Leon Rolver, Justus Ibing, Maximilian Busch und Lukas Terhürne; zum Feuerwehrmann: Andre Hassels, Hendrik Olbring, Lukas Terbeck und Florian Terhalle; zum Oberfeuerwehrmann: Henrik Gehling und Jan-Heinrich Grotholt; zum Unterbrandmeister: Jan-Bernd Ibing, Florian Heidemann, Kevin Terhürne und Sebastian Tenhagen.

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