Gemeinschaftskonzert „Musik, die nie verklingt“
Rasant, fulminant, galant

Alstätte -

Der MGV Eintracht stand 1977 an der Wiege des Alstätter Gemeinschaftskonzerts, das seitdem alljährlich über die Bühne geht. Am Samstagabend war der Chor natürlich dabei, als es im Kulturquadrat Ahaus „Musik, die nie verklingt“ hieß. Er sorgte für besonderes Lokalkolorit.

Sonntag, 07.04.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 07.04.2019, 18:40 Uhr
Die „Young Voices“ sorgten für Gänsehauterlebnisse im Kulturquadrat.
Die „Young Voices“ sorgten für Gänsehauterlebnisse im Kulturquadrat. Foto: Martin Borck

Dem Santiano-Titel „Hoch im Norden“ hängten die Sänger des MGV eine dritte Strophe an, auf Platt mit dem Titel „Bi us in Alsteer“. Auch mit „Dat du mine Leifste büs“ unterstrichen sie, dass Plattdeutsch im Dorf noch längst nicht ausgestorben ist.

Leonhard Cohens „Hallelujah“ und das gehetzte „Schnell weg da“ von Herman van Veen (mit einer rasanten Choreografie) machten den Auftritt komplett.

um besten Chor im Westen waren die „Young Voices“ Ende 2017 durch Telefon-Voting gewählt worden. Anlass für den humorvoll durch das Programm führenden Moderator Benedikt Johannes Bengfort, Chorleiterin Martraud Leeners auf seine damals außergewöhnlich hohe Handyrechnung anzusprechen . . . Die Sängerinnen revanchierten sich aber lieber musikalisch: Pinks „What about us“, Sarah Connors „Wie schön du bist“ und „I still haven’t found“ von U2 sorgten für Gänsehauterlebnisse. Der Gesang der rund 80 Frauen zeichnete sich durch hohe Textverständlichkeit und Einfühlungsvermögen aus, die engagierte Chorleiterin holte alles aus ihren Sängerinnen heraus.

Musik, die nie verklingt

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  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
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  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
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  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
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  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck
  • Mit ihrem Gemeinschaftskonzert begeisterten der MGV Eintracht, die Young Voices und der Musikverein Alstätte im Kulturquadrat Ahaus Foto: Martin Borck

Den Hauptteil zum Gemeinschaftskonzert trug der Musikverein Alstätte unter Leitung von Ludger Niemeier bei. Als „fulminanten Sonntagmorgen-Gute-Laune-Marsch“ bezeichnete Bengfort die Komposition von John Philipp Sousa, mit der das Orchester das Konzert eröffnete. Da war was dran. Voll antreibender Energie, dabei aber geschmeidig und mit spielerischen Verzierungen des Hauptthemas kam das für so Sousa so typische Stück daher. Märsche haben ja oft etwas Pompöses – bei Sousa hat man aber immer den Eindruck, dass er das ein wenig auf die Schippe nimmt. Wie dem auch sei: Die 82 Musiker lieferten ein erstes Schmuckstück ihres hohen Könnens ab. Allein zu hören, mit welcher Genauigkeit der Schlussakkord saß – diese Exaktheit ist verblüffend.

Das Musical „Les Miserables“ umfasst zahlreiche Melodien, aus denen der Musikverein einige zusammenfasste – und dabei die gesamte Gefühlsklaviatur in Anspruch nahm. Schön auch hier der transparente Klang, aus dem man beispielsweise das Marimbaphon genauso heraushörte, wie man kleinere Spielereien perkussiver Art genießen konnte. Das machte die besondere Würze des Vortrags aus. Das großartige Arrangement wurde famos umgesetzt.

Der walisische Komponist Karl Jenkins hat viele außergewöhnliche, aber gleichzeitig auch eingängige Sounds entwickelt. Als Beispiel präsentierten die Musiker „Palladio“, ein modernes Stück in Form eines galanten barocken Concerto grosso. Gefolgt von dem feurigen, Kastagnetten-begleiteten, spanisch-stolzen, mit strahlendem Trompetenglanz versehenen „Espana cani“. Vor 50 Jahren – so Bengfort trocken – war das der Tanzstunden-Klassiker schlechthin: „Wenn Sie demnächst beim Schützenfest darauf tanzen wollen, sprechen Sie uns gerne an“, bot er dem Publikum an. Dann mal: Olé!

Von Spanien ging es nach Irland: Bei „Molly on the Shore“ ging es wild durcheinander – aber nicht ungeordnet: Die Register versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen, selbst innerhalb der Instrumentengruppen schienen Wettkämpfe ausgebrochen zu sein, wer denn am virtuosesten spielen kann. Ein Wunder, dass sich bei dem rasanten Tempo die Finger der Instrumentalisten nicht verknoteten . . .

Die Register stellten nach der Pause mit „Last Call“ ein richtig funkiges Stück vor. In die Beat-Ära verschlug es die Musiker mit dem Monkeys-Hit „Day­dream Believer“, zu dem vier Musiker zu der 60er-Jahre Boygroup mutierten.

Bei „Jitterbug“ verwandelte sich das Orchester in eine – allerdings wirklich große – Bigband, die ein Medley von Tunes bekannter Bandleader zu einem heftig swingenden Ganzen verbanden. Mit growlendem Dschungelklang und mitreißender Rhythmik. Das Finale bestand aus einem von Ludger Niemeier zusammengestellten Medley bekannter Filmmelodien: von James-Bond-Titeln über Morricones „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit seinem klagend-geheimnisvollen Mundharmonikaklang bis zum furiosen Star-Wars-Thema.

Die Alstätter machten ihrem Ruf als musikalisches Dorf wieder einmal alle Ehre. Ein großartiger Konzertabend, der allen, auch hochgesteckten Erwartungen gerecht wurde. Martin Borck

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