Reise der Caritas-Delegation
Nachhaltige Eindrücke aus dem Libanon

Ahaus -

In den Libanon führte in der vergangenen Woche die Reise einer Delegation der Caritas aus Ahaus. Gerade einmal vier Flugstunden entfernt, erlebten die Teilnehmer dort das ganze Ausmaß der „Flüchtlingskrise“ aus erster Hand.

Mittwoch, 17.04.2019, 06:00 Uhr
Tief bewegt kam die Ahauser Delegation von dem Besuch im Libanon zurück.
Tief bewegt kam die Ahauser Delegation von dem Besuch im Libanon zurück. Foto: Caritas

Die Reise der Delegation aus Ahaus in Begleitung von Stefan Teplan ( Caritas International ) und Musikschullehrer Nikolas Geschwill (Drumcircle) sieht die Caritas als Zeichen der Völkerverständigung und Solidarität, aber auch des intensiven Austausches und voneinander Lernens mit den Mitarbeitern von Caritas Libanon. Nach einem Besuch einer Delegation der Caritas-Flüchtlingshilfe aus dem Libanon in Ahaus im Herbst 2017 fand, so Stefan Teplan, bundesweit nun erstmals ein Gegenbesuch eines deutschen Caritas-Ortsverbandes statt.

Sehr beeindruckend, aber auch sehr bedrückend, erlebte die Ahauser Delegation den Besuch in einem Flüchtlingscamp unweit der libanesischen Grenze zu Syrien.

Franzis Bußhaus, neben ihrer Tätigkeit in der Flüchtlingshilfe auch für „Youngcaritas“ zuständig, nahm besonders die jungen Menschen in den Blick, die teilweise seit sieben Jahren in diesem Camp leben: „Neben den unwürdigen Lebensumständen können die Kinder und Jugendlichen keine Perspektiven entwickeln, weil die finanzielle Unterstützung, um zur Schule zu gelangen, eingestellt wurde.“

Während die Welt über viele Missstände nicht informiert sei oder nicht sein wolle, zeigten sich Charbel Zeidan und Nadim Kseib von der Caritas-Flüchtlingshilfe im Libanon sehr erfreut über den Besuch der Ahauser Delegation: Jemand zeige Interesse dafür, was hier Schlimmes geschehe und so seien sie sehr dankbar für das Engagement der Ahauser Caritas, die die Augen hiervor nicht verschließe.

Im Verlauf der Reise besuchte die Delegation die Johann-Ludwig-Schneller-Schule im libanesisch-syrischen Grenzgebiet, die 1952 vom Urgroßvater von Nikolas Geschwill gegründet wurde.

Dort werden Kinder verschiedener Nationen, Religionen und Kulturen, vorwiegend Waisen und Halbwaisen sowie traumatisierte Kinder unterrichtet. „Musik ist die Sprache unserer Welt“, erklärt Nikolas Geschwill.

Seit Jahren bietet er in Ahaus Drumcircles für Menschen aus aller Welt an, hat mit Drumcircle an den verschiedenen Stationen der Reise die Menschen in seinen Bann gezogen. Trotz oder gerade wegen der Erfahrungen auf dieser Reise zog Dieter Homann am Ende die Bilanz, dass der Besuch der Delegation ein sehr wichtiges Signal für die Menschen im Libanon gewesen sei. Auch bei der Delegation selbst habe die Reise sehr nachhaltige Eindrücke hinterlassen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6548435?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F
Mega-Serie der WWU Baskets endet in Schwenningen – aber noch ist alles drin
Alex Goolsby (r.) und die Baskets verloren erstmals seit Monaten wieder.
Nachrichten-Ticker