Pfarrer Matthias Wiemeler sieht viele Projekte in Alstätte umgesetzt
Ein Dank an viele helfende Hände

Alstätte -

Nach gut achteinhalb Jahren hält Pfarrer Matthias Wiemeler den richtigen Zeitpunkt für gekommen, Abschied von der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Alstätte/Ottenstein zu nehmen. Er sieht einen Zeitrahmen für Pfarrer von etwa zehn Jahren an einem Wirkungsort für sinnvoll an. Dass er bereits jetzt gehen will, ist auch in gewisser Weise ein Lob an die Alstätter.

Montag, 24.06.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 18:22 Uhr
Die hohe Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, hat Pfarrer Matthias Wiemeler stets besonders in Alstätte imponiert. Dank der Ehrenamtlichen seien viele Bauprojekte verwirklicht worden.
Die hohe Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, hat Pfarrer Matthias Wiemeler stets besonders in Alstätte imponiert. Dank der Ehrenamtlichen seien viele Bauprojekte verwirklicht worden. Foto: Monika Haget

Denn: „Wir haben zahlreiche Projekte dank vieler helfender Hände umgesetzt. Mir hat immer die hohe Bereitschaft imponiert, sich ehrenamtlich zu engagieren“, sagt Matthias Wiemeler . Ohne die Menschen in Alstätte wäre einiges im Sande verlaufen, wie Wiemeler betont.

Der Geistliche erinnert besonders an die Neugestaltung der Flächen im Ortskern. Der alte Kindergarten und das Pfarrheim wurden abgerissen, der neue Kindergarten gebaut. Das Pfarrheim zog in das Annette-von-Droste-Hülshoff-Haus. Die alte Vikarie wird mittlerweile von einem Pflegedienst genutzt, angegliedert ist eine Tagespflege. Zudem entstanden Wohnungen für betreutes Wohnen. Es war der ganz große Wurf.

„Wir haben dafür ganz viel gekämpft, auch mit Münster“, sagt Wiemeler rückblickend. Er verhehlt nicht, dass es etliche Rückschläge gegeben habe. Doch die Gemeinde hat nicht aufgegeben. „Ohne die hohe Bereitschaft der Gemeindemitglieder wäre das nicht möglich gewesen“, sagt der am 1. September scheidende Pfarrer.

Die äußeren Baustellen seien zu einem guten Ende geführt worden, so Matthias Wiemeler. Er sehe das für sich als geregelt an. So baute die Gemeinde während seiner Zeit in Alstätte auch die neue Aussegnungshalle, ein wirklich würdevoller Ort zum Abschiednehmen.

Die seelsorgerische Arbeit mit den Menschen in einer Pfarrgemeinde sieht Wiemeler dagegen als „ewige Baustelle“. Das habe aber seiner Überzeugung nach nichts mit dem Ort zu tun, sondern liege in der Sache begründet. Er ist allerdings froh, den neuen Pastoralplan auf den Weg gebracht zu haben.

Ein Grund für ihn nach Hörstel in die Gemeinde St. Reinhildis zu wechseln, ist die Heimatnähe. Wiemeler und seine Mutter, die ihn nach Hörstel begleiten wird, stammen aus Recke. Das liegt gerade einmal 15 Kilometer von Hörstel entfernt, während es fast 80 Kilometer bis nach Alstätte sind.

In seiner neuen Gemeinde wird er sich auf eine Flächengemeinde einstellen müssen. Zur Stadt gehören die Stadtteile Hörstel, Bevergern, Dreierwalde und Riesenbeck. „Eigentlich sind das alles Dörfer“, sagt Matthias Wiemeler. Dazu kommen noch die Bauerschaften Birgte, Gravenhorst und Ostenwalde. Insgesamt hat die Stadt rund 20 000 Einwohner, davon sind etwa 13 300 Katholiken. Es gebe fünf Kirchen und zwei Kapellen, so der Pfarrer. „Da werde ich mehr mit dem Auto unterwegs sein.“

Während Wiemeler in St.  Mariä Himmelfahrt leitender Pfarrer ist, rückt er in Hörstel freiwillig ins zweite Glied. Geleitet wird die Gemeinde von Christoph Winkeler. „Ich habe schon in Vreden in einem größeren Team gearbeitet“, sagt er. Deshalb weiß er, was ihn in Hörstel erwartet. Er freue sich darauf, der Gemeinde seine Unterstützung geben zu können. Eine große Herde brauche auch mehr Schäferhunde, so Matthias Wiemeler. Die Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt hat in Alstätte und Ottenstein zusammen rund 7400 Mitglieder und ist somit fast nur halb so groß.

Geleitet wird St. Mariä Himmelfahrt zunächst von Pfarrer Johannes Volmer als Pfarrverwalter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6720968?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F
Mopsdame Wilma ist wieder da
Ein deutsches Hundeleben kann ganz schön turbulent sein: Edda, von ihrem jetzigen Frauchen in Wilma umbenannt, hat in ihrem jungen Hundeleben schon einen Streifen mitgemacht.
Nachrichten-Ticker