Alstätter Väter übernachten mit ihren Kindern in selbst gebauten Hütten
Gardinen sind das i-Tüpfelchen

Alstätte -

Auf dem Schützenfestplatz im Schmäinghook ist am Wochenende wieder Hüttenbau-Zeit gewesen: Schon von Weitem hörten die Spaziergänger und Radfahrer das motivierte Sägen und Hämmern.

Sonntag, 21.07.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 23.07.2019, 18:14 Uhr
Fleißig griffen die Mädchen und Jungen beim traditionellen Hüttenbau zum Hammer, um den Hütten die nötige Stabilität zu geben.
Fleißig griffen die Mädchen und Jungen beim traditionellen Hüttenbau zum Hammer, um den Hütten die nötige Stabilität zu geben. Foto: Stefan Hubbeling

„So, wenn ich diesen Nagel noch versenke, steht die Rutsche fest“, sagte Bennet Dechering und holte kräftig mit dem Hammer aus, um das Werk zu vollenden. Die tatkräftigen Mädchen indes sorgten sich mehr über die innere Schönheit der neuen Immobilien. So wurden die opulenten Holzhütten nach und nach fertig.

Manche waren mit großzügigen Rutschen ausgestattet. „So können alle auf dem schnellsten Weg aus dem zweiten Stock in das Erdgeschoss“, witzelten die Väter. Zweistöckig waren alle Hütten. „Das ist mittlerweile Standard. Das muss einfach sein. Alles andere wäre nur halbe Arbeit“, erzählte Mitorganisator Pascal Gewing.

Gut 50 Väter waren mit 80 Kindern eifrig bei der Sache. Jede Gruppe wollte die schönste und größte Hütte bauen. Stabil musste sie sein und Schutz gewähren. Schließlich wollten Väter und Kinder Samstagnacht darin übernachten.

Am Freitag ging es los. Es wurde das Holz verteilt und sofort wurden die Werkzeuge gezückt. Am Samstagnachmittag waren die Arbeiten schon sehr weit fortgeschritten. Während die Jungen eifrig ihren Vätern beim Bauen handwerklich halfen, planten die Mädchen die Inneneinrichtung. „Gardinen und Blumenkästen sind bei den Mädchen die Favoriten“, sagte Mitorganisatorin Nicola Gewing .

Die Familien beteiligten sich mit Kuchen, Zuckerwatte oder Salat. „Wir bekommen manchmal auch eine zusätzliche private Spende. Oma und Opa sind da oft sehr spendabel“, sagte Organisationsmitglied Ramona Rensing .

Neben der Hilfe von außen stützt diese Veranstaltung vor allem ein Organisationsteam. „Dem Orgateam gehören 17 Personen an, die an vieles denken müssen. Das beginnt Monate vorher mit dem Organisieren und Einlagern der Paletten“, so Daniel Rensing. „Die KAB stellt uns Zelte, Geschirr und weitere Ausrüstung zur Verfügung“, sagte Nicola Gewing.

Sobald die neuen Wochenendunterkünfte aufgebaut waren, wurden die Schlafutensilien geholt und das Schlafzimmer eingerichtet. „Es hat sich die Feuerwehr angekündigt, um die Kinder noch einmal ordentlich abzukühlen“, freuten sich Nicola Gewing und Ramona Rensing. Danach stand eine Nachtwanderung an, die in drei Gruppen aufgeteilt wurde.

Am heutigen Montagabend werden die Hütten wieder abgebaut. Den Abtransport unterstützen mehrere Alstätter Firmen. Den Kindern bleibt die Vorfreude auf ein erneutes Spektakel im nächsten Jahr.

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