SRG Alstätte
40 Jahre für die Gemeinschaft

Alstätte -

Fast genau 40 Jahre ist es her, als auf Initiative von Martraud Wierling-Withöft und Josef Gerwing ein Zusammenschluss begründet wurde, der bis heute zahlreiche ältere Menschen aus Alstätte einen Rahmen zum Zusammenkommen und Beisammensein bietet. Mittlerweile erfährt die Senioren- und Rentnergemeinschaft (SRG) Zulauf auch aus der Alstätter Umgebung und führt über 200 Mitglieder. Im Oktober 1979 gegründet, stellt der heutige Vorstand anlässlich des runden Geburtstags derzeit ein großes Fest auf die Beine.

Mittwoch, 14.08.2019, 18:08 Uhr aktualisiert: 15.08.2019, 17:06 Uhr
Der Vorstand der Christlichen Senioren- und Rentnergemeinschaft Alstätte freut sich auf das anstehende Fest anlässlich des 40-jährigen Bestehens: (v.v.l.) Maria Gerwing, Adele Holters, Gertrud Olbring, Gertrud Gesenhues, Anneliese Große Hündfeld, (h.v.l.) Hermann Olthues, Bernhard Haveloh, Marlies Wessendorf. Es fehlt Gisela Potreck.
Der Vorstand der Christlichen Senioren- und Rentnergemeinschaft Alstätte freut sich auf das anstehende Fest anlässlich des 40-jährigen Bestehens: (v.v.l.) Maria Gerwing, Adele Holters, Gertrud Olbring, Gertrud Gesenhues, Anneliese Große Hündfeld, (h.v.l.) Hermann Olthues, Bernhard Haveloh, Marlies Wessendorf. Es fehlt Gisela Potreck. Foto: Alex Piccin

„Wir haben uns entschieden, die Feier bereits in diesem Jahr zu organisieren, weil zum Jubiläum in zehn Jahren wohl nicht mehr alle da sein werden“, erläutert die erste Vorsitzende Gertrud Olbring . Sie meint dabei die Gründungsmitglieder. Von ihnen leben noch Martraud Wierling-Withöft, Josefine Gerwing und Irmgard Ibing. Zur großen Feier im Festzelt am Möllmann‘s Fähleken am 5. September (Donnerstag) rechnet Gertrud Olbring mit über 300 Gästen. Bis zum 20. August (Dienstag) nimmt sie noch Anmeldungen entgegen, ✆ 02567 1689. „Es sind ausdrücklich alle Alstätter Senioren eingeladen. Ältere Teilnehmer können auch eine Begleitperson mitbringen“, kündigt die Vorsitzende an.

Die SRG weist eine bewegte Geschichte auf. Nach der Gründung diente das Pfarrheim als Begegnungsstätte. Jene Räumlichkeiten entsprachen allerdings schon bald nicht mehr den Bedürfnissen der wachsenden Gemeinschaft und es wurde das Haus Rundmund als neue Heimat ins Auge gefasst. Zwei Jahre dauerte es, ehe die SRG mit Unterstützung der Stadt Ahaus die erste Etage anmieten und herrichten konnte. Ein Brand 1984 im Erdgeschoss war ein herber Rückschlag für die Senioren, die sich allerdings nicht unterkriegen ließen. In Eigenleistung renovierten sie die Lokalitäten und nutzten diese zwei Jahrzehnte lang bis 2005, als der Umzug in die Räumlichkeiten des Katharinen-Stifts folgte.

Der Ursprungsgedanke war, älteren Menschen auch abseits von direkter Nachbarschaft und Familie eine Möglichkeit zur Geselligkeit und Austausch zu bieten. Davon rückt die SRG heute nicht ab. Besonders die Bewohner des Seniorenwohnparks finden dort bei den zahlreichen Tätigkeiten wie Basteln, Kartenspielen, Tanzen oder Radtouren schnell Anschluss. Regelmäßige Feiern, Panoramafahrten und Wochentouren kommen hinzu. Eine aktive und seit 35 Jahren anhaltende Euregio-Partnerschaft pflegt die SRG mit der Seniorenvereinigung Buurse.

30 Helferinnen unterstützen die Senioren bei ihren Unternehmungen. „Gemeinschaft, Gemütlichkeit und Geselligkeit sind das Wichtigste“, findet Gertrud Olbring. Sie war früher selbst Helferin und wurde 2011 zur Vorsitzenden gewählt. Die 61-Jährige erinnert sich: „Ich wurde damals gefragt, warum ich mich da engagiere, ich sei doch kein Senior. Meine nicht ganz ernst gemeinte Antwort lautete: ‚So halte ich sie in Schwung.‘“ Ihre Stellvertreterin Maria Gerwing ergänzt in der Heiterkeit die Aussage eines 90-Jährigen Bekannten, der nicht Teil der Gemeinschaft sein möchte: „Er sagte, er sei dafür noch zu jung.“ Ein Klischee, dem die SRG durch ihre Aktivitäten und Gemeinschaftssinn entgegentritt.

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