Bombe ohne Zünder in Alstätte gefunden
Das „Klong“ in der Baggerschaufel entpuppt sich als ungefährlich

Alstätte -

Bernhard Uhling hatte ein mulmiges Gefühl: Er baggerte am Samstagmittag im Uferbereich der Alstätter Aa Äste und anderes Schwemmgut weg, als mit einem „Klong“ etwas in der Baggerschaufel landete. „Das war kein Beton oder dicker Stein“, sagt er. Ihm war sofort klar, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Bombe handeln könnte. Er alarmierte die Behörden. 

Samstag, 31.08.2019, 17:27 Uhr aktualisiert: 31.08.2019, 17:41 Uhr
Bombe ohne Zünder in Alstätte gefunden: Das „Klong“ in der Baggerschaufel entpuppt sich als ungefährlich
Die geborgene 500-Pfund-Bombe. Foto: Martin Borck

Etwa vier Stunden nach dem Fund kann Kampfmittelräumer Rainer Woitschek Entwarnung geben. Zwar handelt es sich bei dem Fundstück tatsächlich um eine englische 500-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg – „doch es war kein Zünder mehr drin“, wie er beim Begutachten festgestellt hat.

Nicht unüblich, wie der extra aus der Nähe von Paderborn angereiste Kampfmittelräumer im Anschluss erläutert. „Im Krieg wurden häufig die Zünder aus den Blindgängern entfernt. Die Bomben selbst wurden oft nicht wegtransportiert. Manchmal aus ganz banalen Gründen, zum Beispiel weil der Sprit fehlte.“ Und entschärfte Bomben in der Nähe von Gewässern wurde oft einfach ins Wasser gekippt. 

Das wusste Bernhard Uhling nicht, als er das „Klong“ in der Baggerschaufel bemerkte. Auch er ist erleichtert, das alles glimpflich abgelaufen ist. Ebenso die Menschen, die nach der Entwarnung in ihre Häuser zurückkehren können. 50 Meter rund um die Fundstelle waren die Anwohner aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. „Etwa 30 bis 40“, schätzen Berthold Büter, der Leiter der Feuerwehr , und Guido Brüggemann vom Ordnungsamt Ahaus. Die meisten begeben sich zu Familienmitgliedern. Ein paar nehmen das Angebot der Stadt an, in einer der Gaststätten im Dorf zu warten. Ein bisschen Aufregung herrscht schon, aber die Menschen nehmen es hin, wie‘s kommt.

Der Fundort der Bombe an der Alstätter Aa.

Der Fundort der Bombe an der Alstätter Aa. Foto: Martin Borck

Die Feuerwehr ist mit acht Menschen, auch vom Löschzug Alstätte, vor Ort und mit weiteren acht im Hintergrund. Denn es werden Vorbereitungen für eine eventuelle größere Evakuierung – bis 250 Meter rund um die Fundstelle – eingeleitet. Sie müssen aber zum Glück nicht umgesetzt werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6888905?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F
Hoeneß wütet wie in den 80er-Jahren
Uli Hoeneß 
Nachrichten-Ticker