Freibad Alstätte
Freibad geht in den Winterschlaf

Alstätte -

Franz-Josef Bülter verzeichnete dieses Jahr zwar keinen Rekordsommer, obwohl einzelne Tage dieses Prädikat durchaus für sich beansprucht haben. Der Leiter des Alstätter Freibades zog dennoch eine positive Saisonbilanz, die allerdings kurzfristig eine negative Note erfuhr.

Montag, 02.09.2019, 19:00 Uhr
Eine positive Saisonbilanz zogen jetzt die Mitarbeiterinnen des Alstätter Freibads (v.l.) Sabine Tombrink und Sonja Wältermann sowie dessen Leiter Franz-Josef Bülter.
Eine positive Saisonbilanz zogen jetzt die Mitarbeiterinnen des Alstätter Freibads (v.l.) Sabine Tombrink und Sonja Wältermann sowie dessen Leiter Franz-Josef Bülter. Foto: Alex Piccin

In der Nacht zum Montag sind Unbekannte ins Freibad eingestiegen. Viel mitgenommen vom Freibadeigentum haben sie aber offenbar nicht, sagt Mitarbeiterin Sonja Wältermann : „Aus unserem Lager fehlt nichts. Es sind allerdings vier Türen sowie ein Fenster zum Teil schwer beschädigt worden.“ Der entstandene Sachschaden liegt bei geschätzten 4000 Euro.

Ansonsten überwiegen die positiven Eindrücke. Auf Besucherzahlen auf dem Vorjahresniveau kam das Bad 2019 nicht: 26 267 Gäste suchten im Freibad ihre Erfrischung, im Vorjahr waren es 31 919. „Es war eine gute, überdurchschnittliche Saison“, freut sich Franz-Josef Bülter .

Der Besucherzuspruch steige, abgesehen vom Ausreißer 2018, seit vier Jahren kontinuierlich an. Sehr beliebt sei das Freibad gerade bei Niederländern, die in der Regel mit der gesamten Familie kommen. Dies läge an den günstigen Preisen, der gepflegten Anlage und einer guten Badeaufsicht, so Bülter.

Auffällig finden er und seine Mitarbeiter, dass sich das Verhältnis von Kinder zu Erwachsene als Badegäste umgekehrt hat. 12 797 kleine Erfrischungssucher sind in der Statistik verzeichnet, da gegenüber stehen 13 470 ältere. Warum das so ist, sei unklar. „Vielleicht sind die Erwachsenen auf dem Gesundheitstrip und wollen mehr Sport machen“, vermutet Sabine Tombrink, die einen Anstieg an Stammgästen registriert hat.

Sie und Sonja Wältermann kümmern sich seit Montagmorgen 7 Uhr um die Einwinterung von Mobiliar und Materialien sowie dem Grundreinemachen der einzelnen Bereiche. Bis Freitag soll das alles abgeschlossen sein, anschließend unterstützen sie das Aquahaus in Ahaus.

Zurück zum Stichwort Rekordsommer: An den Tagen im Juli, als das Thermometer mehr als 40 Grad angezeigt hat, sollte ein Freibad vermeintlich aus allen Nähten platzen. „Das war aber nicht so“, sagt Franz-Josef Bülter. „Die kleinen Planschbecken im eigenen Garten nehmen uns Gäste weg.“ Es gebe einzelne Tage, an denen das Bad schwarze Zahlen schreibt, dann aber andere mit nur 40 Gästen und entsprechend höheren Energieausgaben, um das Wasser auf 23 Grad zu halten. Ansonsten bleibe das Freibadgeschäft ein defizitäres.

Dennoch sieht der Leiter die Anlage gut aufgestellt, auch dank des Fördervereins, der sich um vieles in Eigenregie kümmert. So seien die großen Modernisierungen abgeschlossen, auf 30 bis 40 Jahre sei nun Ruhe. Die nächste größere Baustelle wird die Neugestaltung des Kleinkinderbeckens sein.

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