St. Mariä Himmelfahrt
Wiemelers Abschied auf Raten

Alstätte -

Achteinhalb Jahre sind eine lange Zeitspanne, in der Matthias Wiemeler sich an vieles in seiner Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Alstätte-Ottenstein gewöhnt hat. Entsprechend fällt dem Pastor der Abschied nicht ganz leicht. Es ist einer auf Raten. Am morgigen Sonntag wird die Gemeinde nach der heiligen Messe Gelegenheit haben, sich persönlich von ihrem Seelsorger zu verabschieden.

Freitag, 06.09.2019, 19:00 Uhr
Pastor Matthias Wiemeler verabschiedet sich am Sonntag von der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt.
Pastor Matthias Wiemeler verabschiedet sich am Sonntag von der Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt. Foto: Mareike Katerkamp

„Es haben sich heimatliche Gefühle entwickelt“, sagt Wiemeler . Daher sind seine Eindrücke vor der letzten regulären Messe gemischter Natur. Etwas traurig sei er schon, doch er freue sich auch auf seine neue, spannende Aufgabe in der Gemeinde St. Reinhildis in Hörstel: „Ich lasse etwas zurück, aber es kommt etwas Neues.“

Groß aufgeregt zeigt Pastor Wiemeler sich nicht vor dem Sonntagsgottesdienst: „Es wird ein ganz normaler Dienst.“ Er freut sich, viele Menschen nochmals zu treffen und nochmals den Kern des christlichen Glaubens, die Eucharistie, mit ihnen zu feiern. Während seiner Zeit in Alstätte ist vieles bewegt worden – zumindest äußerlich: „Die baulichen Projekte und Strukturen, die wir in Angriff genommen haben, sind zum Abschluss gebracht worden. Es brennt nichts mehr unter den Fingernägeln.“

Anders sieht es beim inneren Aufbau aus. Das aus Stein erbaute sei gut und schön, doch nicht für die Ewigkeit. Das dauerhafte Projekt oder die Aufgabe der Kirche, sei indes nie abgeschlossen: „Das Grundanliegen ist, die Beziehung zu Christus weiterzugeben.“

Aus den Jahren seit seinem Wechsel nach Alstätte 2011 hat der Geistliche einige Momente in sehr guter Erinnerung behalten. So etwa die Einsegnung der Aussegnungshalle, die Einführung in die Gemeinde selbst, deren Fusion mit Ottenstein und die Vorbereitung darauf oder auch ein ganz besonderes Konzert. Clemens Bittlinger, evangelischer Pfarrer und Liedermacher, trat im Mai 2018 zusammen mit dem Benediktinerpater Anselm Grün in der Pfarrkirche auf. „Anselm Grün kennenzulernen war ein bewegender Augenblick“, erinnert sich Wiemeler.

Am 1. Oktober beginnt sein Dienst in Hörstel. „Dort komme ich der Heimat ein Stück näher“, so der gebürtige Recker. In der gut 80 Kilometer entfernten Kleinstadt befindet er sich allerdings noch auf Wohnungssuche. Mit dem St.-Reinhildis-Team hat der Pastor sich bereits getroffen. Seine Nachfolge als leitender Pfarrer in Alstätte tritt Stefan Jürgens am ersten Advent an. Das Seelsorgeteam wird Pfarrer Heinrich Hagedorn aus Westerkappeln verstärken. Doch auf „ihren“ Pastor Wiemeler muss die Gemeinde noch nicht ganz verzichten: „Ich bin nicht aus der Welt und werde noch hier und da auftauchen.“ Bei den anstehenden Hochzeiten und Goldhochzeiten im Oktober nämlich.

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