Dr. Heike Plitt leitet Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Ahaus
Verständnis muss wachsen

Ahaus -

Dr. Heike Plitt leitet die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Bistums Münster in Ahaus. Die promovierte Musiktherapeutin hat damit die Nachfolge von Ursula Demmel angetreten, die die Leitung der Beratungsstelle in Münster übernommen hat.

Montag, 07.10.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 17:42 Uhr
Dr. Heike Plitt (M.) leitet die EFL-Beratungsstelle in Ahaus. Es gratulierten ihr Ursula Demmel (l.) und Andrea Stachon-Groth (r.).
Dr. Heike Plitt (M.) leitet die EFL-Beratungsstelle in Ahaus. Es gratulierten ihr Ursula Demmel (l.) und Andrea Stachon-Groth (r.). Foto: Gudrun Niewöhner/Bischöfliche Pressestelle

Heike Plitt kennt sich mit psychischen Erkrankungen aus. Nach dem Studium in Essen, Münster und Hildesheim hat sie unter anderem mehrere Jahre in Kliniken vor allem mit Patienten gearbeitet, die an Persönlichkeitsstörungen litten. Zu diesem Thema schrieb die 42-Jährige auch ihre Doktorarbeit. Zuletzt hatte sie ein Forschungsstipendium und arbeitete in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Oberhausen.

Eher durch Zufall und weil sie das psychotherapeutische Verfahren des Systemischen Ansatzes interessierte, dessen Schwerpunkt auf dem sozialen Kontext psychischer Störungen, insbesondere auf Interaktionen zwischen Familienmitgliedern und deren sozialer Umwelt liegt, bewarb sich Heike Plitt für den Masterstudiengang der EFL.

In diesem Zusammenhang machte sie erste Berufserfahrungen in den Beratungsstellen in Emmerich und Kleve sowie Recklinghausen und Marl.

Wie gehen die Partner, die Familien mit psychischen Erkrankungen um? „Sie können Ursache sein, aber auch eine Stütze“, weiß Heike Plitt. Vielen fehle der Mut, über die Erkrankung zu reden: „In der Gesellschaft muss das Verständnis dafür wachsen“, sagt die EFL-Beraterin. Sie und ihr sechsköpfiges Team wollen dazu einen Beitrag leisten.

Andrea Stachon-Groth, Leiterin der EFL im Bistum Münster, betonte auch die seelsorgerische Arbeit, die die Beratungsstellen leisten, immer eng vernetzt mit anderen Einrichtungen und Institutionen in der Region.

Für das kommende Jahr haben sich Heike Plitt und ihre Kollegen Gedanken über den Bedarf vor Ort gemacht. Geplant ist unter anderem eine Frauengruppe, in der die Teilnehmerinnen unter dem Motto „Mut zu neuen Wegen“ Unterstützung in Veränderungsphasen ihres Lebens erfahren können.

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