Beginn des Umbaus der B 70 in Alstätte seit Jahren verschoben
B 70: Neuer Starttermin angepeilt

Alstätte -

Für die lange Geschichte über den Umbau der B 70 sollen bald die letzten Kapitel geschrieben werden. Fest daran glaubt zumindest der zuständige Projektleiter bei Straßen-NRW, Stefan Elsinghorst: „Die Sache ist angeschoben. Ende Oktober ist die Submission durch, sodass wir im November den Auftrag vergeben können. Wir wollen noch in diesem Jahr anfangen.“

Mittwoch, 09.10.2019, 17:36 Uhr aktualisiert: 10.10.2019, 17:42 Uhr
Die B 70 auf Alstätter Gebiet war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Unfallschwerpunkt. Deswegen soll die Bundesstraße umgebaut werden. Der Beginn dazu ist immer wieder verschoben worden. Im November soll es schließlich losgehen.
Die B 70 auf Alstätter Gebiet war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Unfallschwerpunkt. Deswegen soll die Bundesstraße umgebaut werden. Der Beginn dazu ist immer wieder verschoben worden. Im November soll es schließlich losgehen. Foto: Klaus Wiedau

Anfangen bedeutet hier zunächst, vorbereitende Maßnahmen durchzuführen, ehe bei sicherer Witterung große Baustellen eröffnet werden. „Wenn der Winter mild wird, kann auch durchgearbeitet werden. Wenn es aber zu nass ist, macht man viel kaputt“, sagt Stefan Elsinghoff . Im „groben Zeitrahmen“ sei die Fertigstellung für Ende 2020 geplant.

Kommentar

Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Der Umbau der B 70 soll im November beginnen. Doch noch fehlt mir der rechte Glaube daran.Ende Oktober endet die öffentliche Ausschreibung. Straßen-NRW geht davon aus, dass schon im November mit den ersten vorbereitenden Maßnahmen begonnen wird. Und auch, bei entsprechendem Wetter, die Arbeiten durchgezogen werden.Die Auftragsbücher der Unternehmen sind derzeit voll. Bleibt zu hoffen, dass Straßen-NRW wirklich eine ausführende Firma findet, die fast stante pede mit den Arbeiten beginnt – und diese auch wirklich konsequent ausführt, ohne daraus eine Dauerbaustelle zu machen. Denn die Strecke ist ein Unfallschwerpunkt, auch mit tödlichen Unfallen.Mehrmals schon wurde der Starttermin verschoben. Die Planungen laufen bereits seit 2011, also stolze acht Jahre. Die Alstätter und die Autofahrer dürfen erwarten, dass es jetzt losgeht.Dann fände die schier unendliche Geschichte ein positives Ende. Wenigstens das hätten die Alstätter verdient. Rupert Joemann

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Seit 2017 wurde der Baubeginn allerdings immer wieder verschoben. Die Gründe für die Verspätung sind vielfältig. Ein Bau- und Streckengutachten förderte grundlegend andere Erkenntnisse als erwartet, sodass alle Entwürfe überarbeitet werden mussten. Andere Baumaßnahmen und personelle Ressourcen seien dazugekommen.

Zur Erinnerung: Es geht um den Bau eines kombinierten Rad- und Gehwegs, zu dem die Stadt Ahaus bereits 2011 Planungen vorgestellt hatte, sowie um die Umgestaltung vierer stark unfallgefährdeter Bereiche entlang der B 70. Zwei Kreisverkehre und eine Querungshilfe sollen entstehen, die Kreuzung Öddingstraße/K 18 soll ebenfalls umgestaltet werden.

Die Kostenkalkulation wurde seitens Straßen-NRW von ursprünglich 1,3 Millionen (2016) über 1,8 Millionen (2017 und 2018) auf aktuell drei Millionen Euro für das Gesamtprojekt angepasst, getragen von Bund, Land und Kreis. Den Zeitpunkt der Ausschreibung verteidigt Stefan Elsinghoff: „Auch wenn die Firmen aktuell viel zu tun haben: Der Herbst ist dazu sehr günstig, denn so haben die Firmen Planungssicherheit für das kommende Jahr.“

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