Schau des Rassegeflügel- und Vogelzuchtvereins in Alstätte
Der Kleinste war der Größte

Alstätte -

Bei der Schau des Rassegeflügel- und Vogelzuchtvereins in Alstätte hat der erst neunjährige Heinrich Bredeck gleich drei Preise abgeräumt. Der Kleinste war bei seiner ersten Teilnahme der Größte: Für ein Huhn der Rasse „Antwerpener Bartzwerge“ erhielt er den Landesverbandsehrenpreis, für ein „Holländisches Zwerghuhn“ den Kreisverbandsehrenpreis, jeweils mit der Bestnote „vorzüglich“. Damit war er der erfolgreichste Jungzüchter und bekam die Auszeichnung als Jugend-Vereinsmeister. Betreut wird der Schüler von seinem Großonkel Karl-Robert Wigber, der ihm das nötige Wissen vermittelt.

Montag, 21.10.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 17:14 Uhr
Die Gewinner der Ausstellung mit Offiziellen und Sponsoren, vorne rechts der dreifach ausgezeichnete Jugendvereinsmeister Heinrich Bredeck.
Die Gewinner der Ausstellung mit Offiziellen und Sponsoren, vorne rechts der dreifach ausgezeichnete Jugendvereinsmeister Heinrich Bredeck. Foto: Monika Haget

Vereinsvorsitzender Johannes Termathe hatte die Gäste am Samstag willkommen geheißen. Besonders freute ihn, dass Bernhard Wessendorf gekommen war, der den Verein vor 60 Jahren mitgegründet hatte. Inzwischen sei der Ehrenvorsitzende nicht mehr aktiv in der Zucht tätig, interessiere sich jedoch für das Vereinsleben. Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß als Schirmherrin zeigte sich erfreut über die Teilnahme mehrerer Jungzüchter: „Das zeigt, dass man sich in häuslicher Atmosphäre um Tiere kümmert und dabei lernt, Verantwortung zu übernehmen.“ Der Bezirksverbandsvorsitzende Willi Diekmann meinte: „Hühner halten wird wieder in.“ Denjenigen, die diesmal keinen Preis bekommen hatten, riet er: „Dran bleiben! Erfolg hat auf Dauer nur der Tüchtige!“

Tüchtig war ganz offensichtlich Frank Wolfering. Er erhielt für seine Lachtauben, Reisfinken und Rotkopfmaniden gleich sechsmal die Note vorzüglich und errang damit den Vereinsmeistertitel bei den Vögeln. Margret Luecke wurde Vereinsmeisterin mit ihren Großsittichen und Berthold Terhürne mit seinen Papageien.

In der Kategorie Geflügel vergaben die Preisrichter bei insgesamt 185 Tieren drei mal die Note „vorzüglich“ und sechs mal „hervorragend“. Marco Rensing heimste den Titel des Vereinsmeisters bei den Großhühnern ein. Für ein Huhn der Rasse „Sundheimer, Farbschlag weiß-schwarzcolumbia“ wurde er mit dem Verbandspreis ausgezeichnet. Vereinsmeister bei den Zwerghühnern wurde Stefan Banken, der für seine Zwerg-Kraienköppe den Landesverbandsehrenpreis erhielt. Für seine Tümmlertauben wurde Stefan Eing ebenfalls mit dem Landesverbandsehrenpreis ausgezeichnet und darf sich in dieser Kategorie Vereinsmeister nennen.

Ein alter Hase des Vereins ist Herbert Froning. Er gewann schon einige Preise. Diesmal setzte er sich mit seinen „Niederländischen Schönheitsbrieftauben“ gegenüber der Konkurrenz durch und bekam dreimal die Auszeichnung „hervorragend“. Georg Ibing freute sich über den Kreisverbandsehrenpreis für ein Zwerg-Vorwerkhuhn.

Zu den Preisträgern im Jugendbereich gehören neben Heinrich Bredeck auch Emma Rensing, die mit ihren schwarzen Cemani-Hühnern den Kreisverbandsehrenpreis gewann, sowie Emily Wessels, Jan Terhürne und Benedikt Terhaar.

Trotz Nieselregens fanden etliche Besucher, auch aus den Nachbarvereinen, den Weg ins Annette-von-Droste-Hülshoff-Haus. Besonderer Anziehungspunkt war der Schaubrüter. Mehrere Wachteln und ein paar Hühnerküken waren schon geschlüpft und wurden unter einer Rotlichtlampe warm gehalten. Auch Bürgermeisterin Voß war begeistert und machte einige Fotos.

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