Brink‘s Gerd
Heimat für acht Parteien geplant

Alstätte -

Die im November 2016 den Flammen zum Opfer gefallene Gaststätte Brink‘s Gerd an der Enscheder Straße soll bald abgerissen werden. So sieht es jedenfalls der Eigentümer vor. Er plant, auf dem Grundstück eine Acht-Parteien-Wohneinheit zu errichten.

Donnerstag, 24.10.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 25.10.2019, 17:50 Uhr
Die ehemalige Gaststätte Brink‘s Gerd wird wohl bald abgerissen, um dem Neubau eines Mehrfamilienhauses Platz zu machen. Das Gebäude war im November 2016 ausgebrannt und ist seitdem nicht wieder in Stand gesetzt worden.
Die ehemalige Gaststätte Brink‘s Gerd wird wohl bald abgerissen, um dem Neubau eines Mehrfamilienhauses Platz zu machen. Das Gebäude war im November 2016 ausgebrannt und ist seitdem nicht wieder in Stand gesetzt worden. Foto: Rupert Joemann

Cor de Vries und seine Frau haben die Immobilie nach dem Tod des Vorbesitzers im Juni 2009 gekauft und sie bis zum Brand vor drei Jahren als Gaststätte weitergeführt. Seitdem wurde das Gebäude nicht mehr genutzt. Diese alte Gastwirt-Tradition wird bald endgültig Geschichte sein.

„Eigentlich wollten wir die Gastronomie nicht aufgeben“, sagt Cor de Vries. Die Schadensregulierung über die Versicherung habe allerdings anderthalb Jahre gedauert. „Länger als gedacht und ich werde auch nicht jünger“, so der 68-Jährige weiter. Mittlerweile ist er im Ruhestand.

So entstand die Idee, vermietbarer Wohnraum zu schaffen. Der erste Bauantrag sah vor, ein Gebäude für zwölf Parteien zu errichten. Dieser wurde allerdings von der Verwaltung abgelehnt. „Das Wirkung des Gebäudes wäre zu massiv gewesen. Das hat uns um fünf Monate zurückgeworfen“, schildert der angehende Bauherr.

Geplant ist jetzt ein etwa zehn Meter hohes, giebelständiges Wohnhaus mit acht Einheiten, das sich an die Gebäude in der Umgebung orientiert. Cor de Vries ist zuversichtlich, dass der Antrag dieses Mal im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr angenommen wird. „Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans“, heißt es in der Vorlage für die Sitzung am Mittwoch (30. Oktober).

Das Vorhaben sei zulässig, da es sich in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Weiter heißt es in der Vorlage, das es seitens der Verwaltung keine städtebaulichen Bedenken gebe, welche die Aufstellung eines Bebauungsplanes aufstellen rechtfertigen würden. Die einzelnen Wohnungen sollen 43 mit 83 Quadratmeter groß sein und auf zwei Vollgeschossen zuzüglich ausgebautem Spitzboden verteilt werden. „Ich hoffe, dass nächstes Jahr der Baubeginn erfolgen kann“, gibt sich Cor de Vries zuversichtlich.

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