Young Voices
Beste Seite aus 30 Jahren gezeigt

Alstätte -

Am Ende gab es am Sonntag minutenlang stehende Ovationen: Die Sängerinnen des Chors Young Voices hatten mit ihrem Best-of-Konzert das Publikum restlos begeistert. Moderator Martin ter Huurne meinte: „Es heißt, der Applaus ist das Brot des Künstlers. Dann war das hier die reinste Brotvermehrung.“

Montag, 28.10.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 17:37 Uhr
Der Chor Young Voices verzauberte einmal mehr seine Fans beim eigens organisierten Best-of-Konzert.
Der Chor Young Voices verzauberte einmal mehr seine Fans beim eigens organisierten Best-of-Konzert. Foto: Tanja Sicking

Die Kirche St. Mariä Himmelfahrt war nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt, es wurden sogar noch weitere Stühle herbeigeschafft. Und dennoch mussten sich zahlreiche Gäste mit einem Stehplatz begnügen. Chorleiterin Martraud Leeners war überwältigt. „Wir freuen uns, dass das Haus so voll ist“, sagte sie zu Beginn der Veranstaltung.

Da waren die Akteurinnen mit dem „Halleluja“ aus „Hear our praises“ durch die Reihen der Kirchenbänke nach vorne zum Altar gelaufen, wo sie sich dem Publikum zugewandt aufstellten. Es war ein beeindruckendes Bild, die 90 Sängerinnen strahlten eine große Präsenz aus. Am Klavier begleitete sie Michael Gerwing . Seit über zehn Jahren sind er und der Chor ein gut eingespieltes Team. Am Sonntag unterstützten zudem Hendrik Wielens am Cajon und Tonius Heidemann an der E-Gitarre den Chor.

Es war eine bunte Mischung, die die Young Voices zu Gehör brachten. Von eingängigen Melodien aus „Der König der Löwen“ über „California dreaming“ von „The Mamas and the Papas“ zum schwungvollen „I‘m so excited“ von den Pointer Sisters ging es Schlag auf Schlag. Dabei war von der eben besungenen Aufregung nichts zu spüren, im Gegenteil – kraftvoll und dynamisch erklangen die Stimmen. Hier fügte sich besonders stimmig das Klavierspiel von Michael Gerwing ein. Temperamentvoll und mit vollem Körpereinsatz dirigierte Martraud Leeners die Sängerinnen.

Best-of-Konzert der Young Voices

1/36
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking
  • Foto: Tanja Sicking

Thomas Steinhoff, der gemeinsam mit Martin ter Huurne moderierte, kündigte das Stück „Say Something“ des amerikanischen Duos „A Great Big World“ als besonders anspruchsvolle Nummer an. „Das Lied gehört in die Kategorie Königsdisziplin“, meinte er.

Hier könne man deutlich spüren, dass der Chor sich im Lauf der Jahre ständig weiter entwickelt habe. Das Lied wurde vierstimmig vorgetragen, wobei Vanessa Ibing, die den Solopart übernahm, mit ihrer kraftvollen Stimme überzeugte. Dabei wurde sie am Cello von der 19-jährigen Carla Gerwing begleitet. Beim gefühlvollen Lied „Mein Ziel“ verzauberten Verena Rensing mit ihrem Gesang und Annika Gerwing mit ihrer Geige das Publikum.

Die Moderatoren erklärten, dass der Chor dieses Lied oft auf Hochzeiten vortragen würde. „Und laut Statistik – wir haben recherchiert – ist noch keine Ehe geschieden worden, wo der Chor gesungen hat.“ Das sorgte im Kirchenrund für spontanen Beifall. Einen frenetischen Applaus gab es nach der Instrumentaldarbietung von „You raise me up“. Hier zeigten Michael, Carla und Annika Gerwing noch einmal ihr ganzes Können.

Nach dieser Gesangspause trumpfte der Chor mit dem Stück „Sweet dreams“ auf. Mit ihren silbernen Glitzerhandschuhen zeigten sie zudem eine tolle Choreografie, mit der sie beim Auftritt zur WDR-Sendung „Der beste Chor im Westen“ bereits 2017 geglänzt hatten.

Nach zwei Stunden näherte sich das Konzert dem Ende. Das Publikum war unschlüssig, ob es in der Kirche „Zugabe“ rufen dürfe. Doch als die ersten Personen zaghaft damit begannen, gab es kein Halten mehr. Lautstark wurde die Zugabe gefordert. Mit dem Stück „Love is a fire“ hatten die Sängerinnen den perfekten Song zum Mitklatschen ausgesucht.

Zum Schluss dankte die Vorsitzende Katharina Gerwing dem Publikum für dessen über 30-jährige Treue. Einen Dank richtete sie auch an Pastor Hagedorn dafür, dass er die Kirche zur Verfügung stellte.

Ganz besonders aber hob sie ihre Chorleiterin Martraud Leeners hervor: „Wir haben heute ein Best-of-Konzert gegeben. Aber du bist definitiv unser Best-of-Chormitglied“, lobte sie die Dirigentin. Ans Publikum gewandt sagte sie: „Sie macht es einfach perfekt. Sie schafft es, mit ihrem Temperament und ihrer Leidenschaft auch die Sängerinnen in der letzten Reihe zu motivieren.“

Für das Moderatorenduo fand sie ebenfalls lobende Worte: „Ihr habt so amüsant durch das Programm geführt, wir nehmen euch jetzt immer mit.“

Mit Lob sparten auch die Gäste am Ende des Konzertes nicht. „Grandios war‘s, super toll“, meinten Andrea und Ulla, die eigens aus Ahaus angereist waren. „Es war gewohnt einmalig schön“, attestierte Willi Ellerkamp dem Chor. Die besondere Atmosphäre von Gesang und wechselndem Farbenspiel beeindruckten Mechthild. Für letzteres zeichnete Matthias Gerwing verantwortlich, der gemeinsam mit Josef Bils für die Technik gesorgt hatte.

Pastor Hagedorn freute sich über die breite Musikalität des Ortes. Am Samstag hatte er dem Männerchor gelauscht, der den Gottesdienst mitgestaltet hatte, nun gratulierte er Martraud Leeners zu einem gelungenen Konzert. Herbert Terhaar, im MGV aktiv, beurteilte kenntnisreich die Leistung der Sängerinnen: „Der Chorklang ist top.“ Der Wechsel vom piano zum forte, also von den leisen zu den lauten Tönen, sei sehr gut gelungen. Und Georg Ibing meinte: „Es war super. Mehr geht nicht.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7029128?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F146%2F
Transparent am Dom
Ein riesiges Transparent hatten Unbekannte passend zum Wochenmarkt am Dom-Gerüst befestigt.
Nachrichten-Ticker