Neue ordnungsbehördliche Verordnung soll verkaufsoffenen Sonntag sichern
Hand in Hand für das Dorf

Alstätte -

In Heek kann man gerade ein Lied über die Achterbahn der Stimmung singen, wenn ein sicher geglaubter verkaufsoffener Sonntag plötzlich auf der Kippe und vor Gericht steht (die WN berichteten).

Freitag, 08.11.2019, 19:00 Uhr
Seit 2011 ist der Alstätter Adventsmarkt für ganz Ahaus „zuständig“.
Seit 2011 ist der Alstätter Adventsmarkt für ganz Ahaus „zuständig“. Foto: Anne Spill

In Alstätte steht am 1. Dezember der Adventsmarkt im Kalender, der in diesem Jahr zum 33. Mal stattfindet und seit 2011 der einzige Weihnachtsmarkt in Ahaus ist. Klare Sache also, sollte man meinen. Was könnte gegen eine derartige Traditionsveranstaltung einzuwenden sein? Das dachten sich die Verantwortlichen in manch anderer Gemeinde auch schon – und standen plötzlich mit der Gewerkschaft Verdi im Clinch, die die jeweiligen Begründungen für einen verkaufsoffenen Sonntag anzweifelte.

Um auf Nummer sicher zu gehen, hat die Ahauser Verwaltung im Lauf des vergangenen Jahres verschiedene Interessenvertretungen angehört, Konzepte und Stellungnahmen der Gewerbevereine eingeholt, um den verkaufsoffenen Sonntag beim Alstätter Adventsmarkt auf die sichere Seite zu bringen. Bei der nächsten Ratssitzung am 14. November soll die Öffnung per Beschluss in eine überarbeitete „ordnungsbehördliche Verordnung“ gegossen werden.

An den verkaufsoffenen Sonntagen „arbeiten Einzelhändler, Handwerker, Vereine und Gastronomie Hand in Hand, um Besuchern von nah und fern unser Dorf näher zu bringen“, wirbt der Gewerbeverein Alstätte in seiner Stellungnahme.

Insbesondere für den Einzelhandel seien die verkaufsoffenen sehr wichtige Termine, um neue Kunden zu gewinnen und alte Kunden zu halten. „Diese Sonntage sind nicht der ‚Umsatzgier‘ der Einzelhändler geschuldet, sondern bilden einen Gegenpol zum wachsenden Online-Handel.“

Abgesehen davon sei der viertägige Adventsmarkt als Weihnachtsmarkt von Ahaus seit vielen Jahren in der Stadt selbst und auch im Umland bekannt, wie die mehreren Tausend Besucher immer wieder zeigten.

„Die verkaufsoffenen Sonntage sind fest im Alstätter Dorfleben verankert und auch Besuchern aus benachbarten Orten und den Niederlanden ein Begriff. Wenn das so bleiben soll, benötigen wir die Unterstützung und Rückendeckung der Stadt Ahaus“, schrieben Tobias Schulten und Jürgen van Weyck im Namen des Gewerbevereins.

Laut Beschlussvorschlag der Verwaltung seien die Gewerkschaft Verdi, die IHK Nordwestfalen, die Kreishandwerkerschaft Borken, die Handwerkskammer Münster, der Handelsverband Nordrhein-Westfalen, der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken sowie das Kreisdekanat Borken angehört worden, ohne Einwände zu erheben. Von daher dürfte am 14. November einer Zustimmung zu der neu formulierten ordnungsbehördlichen Verordnung nichts im Weg stehen – und auch nicht zwei Wochen später dem verkaufsoffenen Sonntag beim Alstätter Adventsmarkt.

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